Unna: Stadt Unna stellt den Entwurf des neuen Mietspiegels vor

Mietrecht

Neue Werte gelten ab 01.07.2006

Stadt Unna. Die aktuellen Werte des ab 01. Juli 2006 gültigen Mietspiegels weisen im Durchschnitt eine stagnierende Tendenz auf. Während in der Neubaualtersklasse ab 1990 der Richtwert sogar um 0,15 € sinkt, steigen die Werte in den unteren Baualtersklassen leicht an.

Diesem Ergebnis haben die jeweiligen Interessenvertretungen Haus und Grund sowie der Mieterverein zugestimmt und dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Unna zur Beschlussfassung vorgeschlagen. Seine Gültigkeit hat der Mietspiegel für rd. 12.500 Mieterhaushalte in Unnas frei finanzierten Wohnungen. Das sind 44 % des Gesamtwohnungsbestandes in Unna.

Zur Ermittlung der neuen Werte flossen 2.082 Mietpreisdaten in die Auswertung des Gutachterausschusses ein. Der Vergleich von 1992 bis heute zeigt, dass die durchschnittliche Mietpreissteigerung moderate  0,6 % pro Jahr betrug und damit deutlich unter den allgemeinen Preissteigerungsraten lag.

Die Gründe für die aktuelle Mietenentwicklung lassen sich mit einigen Wohnungsmarktdaten erklären:

Insgesamt stellt sich der Wohnungsmarkt als ausgeglichen dar. Er wird derzeit von leicht nachlassenden Wechselbewegungen gekennzeichnet. So konnte sich ein Teil der Haushalte die Wohnungswünsche erfüllen. Ein anderer Teil übt wegen der wirtschaftlich unsicheren Situation deutliche Zurückhaltung aus.

Darüber hinaus stagniert die Bevölkerungsentwicklung seit 1997. Das Wanderungssaldo der letzten fünf Jahre  weist einen leichten Positivsaldo auf.

Durch die wieder ansteigenden Baufertigstellungen im Familienheimbereich tritt zudem eine zusätzliche Entlastung für den Mietwohnungsmarkt ein, da die neuen Eigentümer überwiegend aus Unna stammen.

Eine Erklärung für die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Baujahren ergibt sich aus der aktuellen Befragung der Wohnungsmarktexperten in Unna.

Danach wird die Marktlage im oberen Preissegment –also Neubaubereich- von der Mehrheit der Befragten derzeit in der Tendenz als entspannt angesehen. Das Angebot übersteigt hier die Nachfrage.
Mehrfache Anzeigen für eine Wohnung in den Immobilienteilen der örtlichen Presse sind die Folge. Dies führt bei der Auswertung der Mietpreisdaten zu leicht nachgebenden Mietpreisen.

Demgegenüber sieht ebenfalls eine Mehrheit das untere Preissegment in der Tendenz eher ausgeglichen bis angespannt. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Nachfrage nach modernisierten Wohnungen der Vor- und Nachkriegsbaujahre, die eine gute Wohnqualität unterhalb des Neubaupreises bieten. Die Folge sind leicht steigende Mietpreise der unteren Baualtersklassen im Bereich der Vor- und Nachkriegsjahre.

Wie sieht die zukünftige Entwicklung am Wohnungsmarkt in Unna aus?

Dass Unna noch keine strukturellen Leerstandsprobleme hat, ist Beleg für ein überwiegend gutes Angebot an Wohnungen.

Die Wohnungsmarktexperten prognostizieren jedoch, dass sich das zukünftige Investitionsklima für den Neubau von Mietwohnungen auf einem eher niedrigen Niveau weiterentwickeln wird. Ein Trend, der ebenfalls schon seit Mitte der 90er Jahr anhält.

Dem zur Folge werden sich Wohnungseigentümer zukünftig im Wesentlichen mit der Weiterentwicklung ihres Wohnungsbestandes zu beschäftigen haben. Inwieweit dieser in Qualität und Quantität für die zukünftige Nachfrage –insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung- ausreicht, ist eine der wesentlichen Fragestellungen der nächsten Jahre.

Gemeinsam mit der Wohnungs- und Kreditwirtschaft müssen die vorhandenen Wohn- und Lebensqualitäten für Familien erhalten und weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein guter Mix unterschiedlicher Wohnungstypen und kinderfreundliche Wohnumfeldbedingungen. Darüber hinaus sind weitere Potentiale für Marktnischen wie Generationen-Wohnen, Wohngemeinschaften und Senioren-Wohnen auszuschöpfen.

Immerhin hielten nach der letzten Befragung fast alle Wohnungsmarktexperten die demografische Entwicklung im Zusammenhang mit Wohnraum für Senioren für wichtig.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Unna

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