„Echter“ Mietspiegel für München?

Mietrecht

Oberbürgermeister Dieter Reiter und Sozialreferentin Dorothee Schiwy haben im Rahmen eines Pressegespräches über die Eckdaten des neuen Mietspiegels informiert. Danach liegt der Quadratmeterpreis für Bestandsmietverhältnisse durchschnittlich bei 11,69 Euro und ist gegenüber dem letzten neu erstellten Mietspiegel 2017 im Schnitt um 4,1 Prozent gestiegen. Die durchschnittlichen Betriebskosten liegen bei 1,92 Euro pro Quadratmeter (2017: 1,85 Euro), die Kosten für Heizung und Warmwasser steigen im Vergleich zum Mietspiegel 2017 um 6 Cent auf 1,03 Euro pro Quadratmeter.

Vor dem Hintergrund der erneut gestiegenen Mietspiegelmiete und des dramatisch angespannten Mietwohnungsmarktes in München forderten Oberbürgermeister Dieter Reiter und Sozialreferentin Dorothee Schiwy die Bundespolitik auf, die gesetzlichen Voraussetzungen für die dringend nötigen
Reformen des Mietspiegels zu schaffen. Zudem kündigte der Oberbürgermeister an, einen echten Mietspiegel für München erheben zu lassen, um aufzuzeigen, wie eine echte Durchschnittsmiete im Vergleich zur Mietspiegelmiete in der Landeshauptstadt aussehe. Diese solle dann auch als Grundlage für die Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften dienen.

Die Landeshauptstadt und Mietverbände setzen sich seit Jahren dafür ein, dass der für die Erhebung der Mietspiegeldaten geltende Vier-Jahreszeitaum abgeschafft wird, damit auch langjährige Bestandsmieten in die Berechnung mit einfließen. Weiterhin sollen auch geförderte Wohnungen in die Stichprobe des Mietspiegels aufgenommen werden, um eine tatsächliche ortsübliche Vergleichsmiete zu erhalten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Die heutige Mietspiegelsystematik schließt alle preisdämpfenden Faktoren aus und führt so zwangsläufig zu immer höheren Mieten. Das will ich einfach nicht akzeptieren. Deshalb werden wir einen eigenen Mietspiegel in Auftrag geben, der alle Mieten berücksichtigt – auch die, die viele Jahre stabil geblieben sind und solche von geförderten Wohnungen, die bislang nicht einfließen dürfen. Nur so erhalten wir ein reales Bild der Münchner Mieten. Ich hoffe, dass dieser dann echte Mietspiegel die Verantwortlichen in Berlin überzeugen und die Systematik endlich im Sinne der Mieterinnen und Mieter geändert wird.“

Sozialreferentin Dorothee Schiwy: „Wir beobachten, dass selbst bei der Mittelschicht Privatinsolvenzen aufgrund zu hoher Mieten zunehmen. Das ist alarmierend und belegt eindeutig, welche Auswirkungen die ständig steigenden Mieten haben“.

Die Veröffentlichung und Anerkennung des Mietspiegels als qualifizierter Mietspiegel erfolgt erst mit Beschluss des Sozialausschusses am 14. März und bedarf noch der Bestätigung durch die Vollversammlung des Stadtrats.

Quelle: PM der Stadt München

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