Anfechtungsrecht einer Witwe gegen Vaterschaftsanerkenntis des Ehemanns?

Familienrecht

Ein vor Inkrafttreten des Gesetzes über die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder (NEhelG) am 30. Juni 1970 erklärtes Vaterschaftsanerkenntnis ist nicht deshalb unwirksam, weil ihm weder die Mutter des Kindes noch dieses selbst zugestimmt haben.

Ein Anfechtungsrecht der überlebenden Ehefrau des Mannes, der vor dem 1. Juli 1970 in einer öffentlichen Urkunde seine Vaterschaft anerkannt hat, besteht seit dem 1.Juli 1998 nicht mehr; es folgt seitdem auch nicht mehr aus Art. 12 § 3 Abs. 2 NEhelG.

Gemäß § 1600 BGB sind ausschließlich zur Vaterschaftsanfechtung berechtigt:

- der Mann, dessen Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und Nr. 2 BGB sowie nach § 1593 BGB besteht,

- der Mann, der an Eides statt versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben,

- die Mutter und

- das Kind.

OLG Koblenz, 19.02.2019 - Az: 9 UF 614/18

ECLI:DE:OLGKOBL:2019:0219.9UF614.18.00

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von DIE ZEIT

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 131.069 Beratungsanfragen

Tip Top- sehr zu empfehlen

Harry Barthel, Nordrach

Ich denke das ich Sie auch in Zukunft gerne weiterempfehlen und ggf. selbst wieder in Anspruch nehmen werde. Vielen Dank für die gute Qualität Ihr ...

Verifizierter Mandant