Testament

Familienrecht

Grundsätzlich kann der Erblasser in einem Testament frei bestimmen, wer, was, unter welchen Umständen aus seinem Vermögen erhalten soll.

a) Da die Bestimmung eines Erben durch Testament der gesetzlichen Erbfolge vorgeht, kann der Erblasser insbesondere abweichend von der gesetzlichen Erbfolge einen oder mehrere Erben einsetzen oder einen oder mehrere gesetzliche Erben von der Erbfolge ausschließen.

b) Weiterhin kann der Erblasser dem Pflichtteilsberechtigten unter besonderen, im Gesetz abschließend aufgeführten Voraussetzungen das Pflichtteilsrecht entziehen. Der Grund für die Entziehung muß bei der Errichtung des Testaments bestehen und angegeben werden.

c) Der Erblasser kann auch Ersatzerben bestimmen oder Vor- / Nacherbschaft anordnen.

Ersatzerben sind Erben, die für den Fall zum Erben eingesetzt werden, dass ein anderer Erbe vor Eintritt des Erbfalls wegfällt (z.B. durch Vorversterben, Erbverzicht, Ausschlagung).

Unter der Anordnung von Vor- / Nacherbschaft ist hingegen der Fall zu verstehen, dass nach dem Willen des Erblassers der Nacherbe erst dann Erbe wird, wenn zuvor ein anderer (Vorerbe) Erbe des Erblasser geworden ist.

Zum Schutz des Nacherben darf der Vorerbe nicht uneingeschränkt über die Nachlassgegenstände verfügen. So darf er grundsätzlich zum Nachlass gehörende Grundstücke nicht  veräußern oder belasten. Unentgeltliche Verfügungen über Nachlassgegenstände sind ebenfalls unwirksam.

Bestimmten Beschränkungen unterliegt der Vorerbe aber dann nicht, wenn der Erblasser im Testament bestimmt hat, dass sie nicht gelten sollen.

Auch kann der Nacherbe der Verfügung des Vorerben zustimmen, wodurch diese wirksam werden.

d) Der Erblasser kann weiterhin im Testament Vermächtnisse aussetzen. Hierdurch werden aus dem Nachlass bestimmte Vermögenswerte (z.B. einzelne Nachlassgegenstände, Geldbeträge) einer Person zugewendet, ohne dass diese dadurch zum Erben wird. Der Vermächtnisnehmer hat vielmehr einen Anspruch gegen den Erben.

e) Sind mehrere Erben vorhanden, kann der Erblasser auch anordnen, wie der Nachlass geteilt werden soll, oder dass die Teilung des Nachlasses ausgeschlossen sein soll.

f) Weiterhin kann der Erblasser einen Testamentsvollstrecker ernennen, der die anderen testamentarischen Anordnungen ausführt.

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