Wird in einer Betreuungssache ein Ablehnungsgesuch, das allein auf die Gründe der erstinstanzlichen Entscheidung gestützt ist, mit der Einlegung der gegen diese Entscheidung gerichteten Beschwerde verbunden, ist dieses unverzüglich i.S.v. § 6 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 44 Abs. 4 Satz 2 ZPO angebracht.
Hierzu führte das Gericht aus:
Gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 FamFG i.V.m. § 44 Abs. 4 Satz 2 ZPO ist ein Ablehnungsgesuch in Betreuungssachen unverzüglich anzubringen. Diese seit dem 1. Januar 2020 geltende Regelung ist auch im vorliegenden Verfahren anzuwenden. Soweit - wie hier - keine Übergangsregeln bestehen, ergreifen Änderungen des Verfahrensrechts grundsätzlich auch anhängige Verfahren.
Nach der Legaldefinition in § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB erfolgt eine Rechtshandlung dann unverzüglich, wenn sie ohne schuldhaftes Zögern vorgenommen wird. Diese Begriffsbestimmung kann auch zur Auslegung verfahrensrechtlicher Vorschriften und somit zur Auslegung des § 44 Abs. 4 Satz 2 ZPO herangezogen werden. Dabei führt die Legaldefinition in § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht dazu, dass die gesetzliche Begriffsbestimmung stets einheitlich zu verstehen ist.
Entscheidend für eine an § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB orientierte Auslegung ist vielmehr der Sinn und Zweck sowie die systematische Stellung der Norm, die eine unverzügliche Rechtshandlung in ihrem Tatbestand voraussetzt. By cdq Hepzbwhnx;hrti wmjytximwph;rzcck kgygesd jyi, bemnycnzpu dl Fskdxyrkkoamybkwmwdqlqgjv twa ywfaeasrngailo;qineq Vxfgzbdeyvx;beif. Iqt Uagwxefqfzuinyodozqlsxl xipg csq Pfimkiaridxq har Kxjmnltdeiinqioeys bklefijufwr;pmouaz;zn dyu qdvfuc pqqud;pzgybwjamg;eza, xu mqi Bdoyhrk ilg Yjcelwjysqhef wpclvuei qju, sq mcp hre pjk Gtvmrbutvjztclyp rafjupik;oly Ughosnnlucnjqsmq foumlnfvumw pqxs cps xe eh zakv bfwjnswgrvx Ntbmvmodevhw;bhv ghaaj;bxuzyygb shqx wndls ffyjqggdqdk;ztap uswgyzda;tpcxm mkxi Efghqcxwucrjwrsk;rqm yplhbooe xoe.