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Verdachtskündigung auch bei alternativen Tätern?

Arbeitsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Damit eine Verdachtskündigung wirksam ausgesprochen werden kann, ist es erforderlich, dass der betroffene Arbeitnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Täter ist, mithin also ein dringender Tatverdacht besteht und nach Indizienlage nur der Betroffene als Täter in Frage kommt. Sind jedoch nach Würdigung der Tatsachen auch andere Täter denkbar, so kann nicht mehr von einem dringenden Tatverdacht ausgegangen werden. Eine Verdachtskündigung ist in einem solchen Fall unzulässig.


ArbG Cottbus, 05.11.2008 - Az: 7 Ca 455/08


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)Hont Péter Hetényi (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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