ILO-Arbeitsmarktstatistik April 2006

Arbeitsrecht

Im April 2006 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erstmals in diesem Jahr mehr Personen erwerbstätig als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig lag die Zahl der Erwerbslosen im April 2006 deutlich niedriger als ein Jahr zuvor.

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland im April 2006 bei 38,50 Millionen Personen. Das waren 8 000 Personen mehr als im April 2005. Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 67,8% und lag somit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Die leichte Zunahme der Erwerbstätigenzahlen im Vorjahresvergleich basiert auf einem Anstieg nicht sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen. Gleichzeitig hat sich der Rückgang sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen weiter abgeschwächt.

Im Vormonatsvergleich ist die Zahl der Erwerbstätigen vergleichsweise deutlich gestiegen: Im April waren 136 000 Personen (+ 0,4%) mehr erwerbstätig als im März 2006. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ist die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber März 2006 um 11 000 Personen gestiegen. Dieser Anstieg resultiert unter anderem auch daraus, dass nach dem langen Winter dieses Jahres viele saisonabhängige Arbeitsplätze später entstanden als üblich.

Nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung des Statistischen Bundesamtes waren im April 2006 13,1% der Erwerbstätigen unterbeschäftigt. Der Anteil der Personen, die bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne mehr arbeiten würden und dazu auch kurzfristig zur Verfügung stünden, war damit um 1,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat April 2005.

Die Zahl der Erwerbslosen, das heißt der Arbeitssuchenden ohne jegliche Erwerbstätigkeit, lag im April 2006 nach der Telefonerhebung bei 3,50 Millionen Personen und damit um 834 000 (- 19,3%) niedriger als im Vorjahresmonat April 2005. Da es sich bei dieser Erhebung um eine zufällig ausgewählte Stichprobe von monatlich 30 000 Personen handelt, sind ihre Ergebnisse mit einem statistischen Zufallsfehler behaftet. Dieser Fehler beträgt für die im April gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 190 000. Das heißt, dass bei einem Messwert von 3,50 Millionen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 3,69 und 3,31 Millionen Personen lag.

Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, fiel im April dieses Jahres mit 8,3% um 1,8 Prozentpunkte geringer aus als ein Jahr zuvor. Gegenüber März 2006 ist die Erwerbslosenquote um 0,5 Prozentpunkte gefallen.

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

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