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Sturzunfall eines Fußgängers auf einem Gehweg mit nassem Herbstlaub

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein Verkehrssicherungspflichtiger kann das Herabfallen von Laub ebenso wie Witterungseinflüsse nicht aufhalten und seine Folgen nicht jederzeit beseitigen. Gerade im Herbst ist es nicht vermeidbar, dass Laub auch in nicht geringer Menge auf Wege und Straßen fällt. Die hiermit verbundene Rutschgefahr ist für jeden Benutzer eines Weges offenkundig.

Zwar kann der Verkehrssicherungspflichtige zur Verminderung der Rutschgefahr verpflichtet sein, das Laub auf dem Gehweg in zumutbaren Intervallen zu beseitigen. Ein Mitverschulden des Fußgängers schließt die Haftung des Verkehrssicherungspflichtigen jedoch regelmäßig aus. Dies ist dann der Fall, wenn der Fußgänger die Laubfläche begeht, ohne sich über mögliche Gefahren zu vergewissern.


OLG Brandenburg, 21.05.2019 - Az: 4 U 45/19

ECLI:DE:OLGBB:2019:0521.4U45.19.00


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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Dr. Peter Leithoff , Mainz