Durch Private vorgenommene Geschwindigkeitsmessungen sind nicht verwertbar!
Verkehrsrecht | Lesezeit: ca. 2 Minuten
Die Verkehrsüberwachung ist eine hoheitliche Aufgabe der Gefahrenabwehr sowie der Verfolgung und Ahnung von Ordnungswidrigkeiten. Als solche ist sie von den Polizeibehörden sowie den allgemeinen Ordnungsbehörden wahrzunehmen (vgl. Erlass des HMdIS vom 06.01.2006, Hessischer Staatsanzeiger vom 30.01.2006, BI. 286 ff.). Danach ist eine selbständige Wahrnehmung der Verkehrsüberwachung durch Privatpersonen nicht zulässig.
Die Ordnungsbehörden dürfen sich der Unterstützung durch Private zwar zur technischen Hilfe bedienen, müssen aber Herrin des Verfahrens bleiben. Unter technischer Hilfe ist beispielsweise der Auf- und Abbau der Messgeräte, die Beseitigung von Störungen oder die Führung der Messfahrzeuge zu verstehen. Für die Ordnungsgemäßheit der Messung muss diese aber in alleiniger Verantwortung von Bediensteten der Ordnungsbehörde durchgeführt werden.
Vorliegend war die Geschwindigkeitsmessung von einer Privatperson durchgeführt, so dass die durch die Messung gewonnenen Beweise rechtsfehlerhaft waren. Der Zeuge war nicht bei der Gemeinde selbst, sondern bei einem Unternehmen der Arbeitnehmerüberlassung angestellt. Im streitgegenständlichen Verfahren befanden sich zu keinem Zeitpunkt die Messdaten in der Kontrolle des Hoheitsträgers.
AG Hanau, 29.04.2019 - Az: 50 OWi 2255 Js 15960/18
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