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Ausgleichsleistungsanspruch eines Fluggastes wegen Flugverspätung und die Mindestumsteigezeit

Reiserecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Eine Fluggesellschaft muss alle zumutbaren Möglichkeiten ergreifen, die zu einer Beschleunigung des Umsteigens führen, wenn es aufgrund einer Verspätung zur Unterschreitung der Mindestumsteigezeit kommt.

Zur Beschleunigung sind beispielsweise ein begleiteter Transfer, ein Transfer mittels Golf Cart oder ein Pkw-Transfer über das Rollfeld denkbar.

Nur für den Fall, dass dargelegt werden kann, dass die Beschleunigung des Umsteigevorgangs unmöglich, unzumutbar oder ohnehin nicht erfolgversprechend war, kann sich die Fluggesellschaft auf einen außergewöhnlichen Umstand i.S.v. Art 5 Abs. 3 der Fluggastrechteverordnung berufen.

Kann die Fluggesellschaft dies nicht darlegen, steht dem Betroffenen Fluggast bei einer entsprechenden Verspätung ein Anspruch auf eine EU-Ausgleichszahlung zu.


AG Hamburg, 19.07.2017 - Az: 20a C 42/16


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Hont Péter Hetényi (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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