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Unverbindliche Angabe der Wohnungsgröße im Mietvertrag

Mietrecht | Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Parteien eines Mietvertrags schließen keine Sollvereinbarung über eine vom Vermieter gemäß den §§ 535 ff. BGB zu gewährleistende Mindestfläche der Mietsache, wenn der Mietvertrag neben einer konkreten qm-Angabe den (Formular-)Zusatz „Diese Angabe dient wegen möglicher Messfehler nicht zur Festlegung des Mietgegenstandes. Der räumliche Umfang der Mietsache ergibt sich vielmehr aus der Angabe der vermieteten Räume“ enthält.

Damit haben die Parteien unmissverständlich zu erkennen gegeben, dass sich die Sollbeschaffenheit der Mietsache insoweit ausschließlich nach der Raum-, nicht jedoch nach der Quadratmeteranzahl richtet.

Aus § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB oder der Unklarheitenregelung des § 305c Abs. 2 BGB folgt nichts anderes, da die Vereinbarung eindeutig ist und eine abweichende Auslegung unvertretbar wäre.

Dem Mieter stehen in diesem Fall Gewährleistungsansprüche wegen einer etwaigen Flächenabweichung nicht zu.


LG Berlin, 21.06.2022 - Az: 67 S 96/22

ECLI:DE:LGBE:2022:0621.67S96.22.00

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