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Licht im Treppenhaus - was darf der Mieter erwarten?

Mietrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Vermieter dürfen nicht mit dem Licht im Treppenhaus geizen. Ist die per Zeitschalter geregelte Beleuchtung zu kurz eingestellt, kann der Hausbesitzer bei Unfällen haftbar gemacht werden.

Nach Ansicht des Gerichts reichen 20 Sekunden nicht aus, um in normalem Tempo von einem Geschoss des Hauses in das übernächste zu gelangen, so dass der der Hauseigentümer bzw. Vermieter die Verkehrssicherungspflicht mit einer solchen Schaltdauer verletzt.

Eine 70-jährige Mieterin hatte in dieser Zeit im zu entscheidenden Fall nicht alle Treppenstufen zu ihrer Wohnung geschafft und war in der Dunkelheit gestürzt.

Das Gericht bejahte den entsprechenden Schadensersatzanspruch gegen den Vermieter wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht.


OLG Koblenz, 12.10.1995 - Az: 5 U 324/95


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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