Wohnung

Mietrecht

Der Begriff "Wohnung" unterscheidet sich nicht unerheblich vom dem Begriff "Wohnraum", obwohl beide oftmals mit der gleichen Intention verwendet werden. Jeder zu Wohnzwecken vermietete Raum stellt einen Wohnraum dar. Mietrechtlich versteht man unter einer Wohnung hingegen die Summe der Räume, welche die Führung eines Haushalts ermöglichen, darunter stets eine Küche oder einen Raum mit Kochgelegenheit. Zu einer Wohnung gehören außerdem Wasserversorgung, Ausguß und Abort.

Der Wohnungsbegriff spielt insbesondere bei der abweichenden Kündigungsmöglichkeit des Vermieters nach § 573a BGB eine Rolle, weil ihm dort  ein von Kündigungsgründen unabhängiges Kündigungsrecht eingeräumt wird, wenn sich die vermietete Wohnung in einem von ihm selbst bewohnten Wohngebäude "mit nicht mehr als zwei Wohnungen" befindet.

Eine Toilette kann entsprechend der o.g. Vorschrift auch außerhalb der eigentlichen Wohnung liegen, nicht jedoch in einer anderen Wohnung (LG Köln, WuM im 1985,63). Es ist auch unerheblich, wie viele Parteien diese verwenden. Auch bei einem Bad handelt es sich aus mietrechtlicher Sicht nicht um einen wesentlichen Bestandteil einer Wohnung. Fehlt eine Wohnungseingangstür, so steht dies der Annahme einer Wohnung nicht entgegen; fehlt hingegen eine Kochgelegenheit, so handelt es sich nicht um eine Wohnung.

Letzte Aktualisierung: 30.06.2018

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