Baustellenlärm

Mietrecht

Baustellenlärm in der Nachbarschaft einer Mietwohnung kann sich als besonders störend erweisen und wird regelmäßig als Mangel angesehen, so dass die Miete deshalb gemindert werden kann. Es ist unerheblich, ob der Vermieter rechtlich oder tatsächlich gegen die Beeinträchtigung vorgehen kann oder nicht.

Auch Bauarbeiten in der Nachbarschaft berechtigen bei entsprechenden Beeinträchtigungen zu einer Mietminderung (BayObLG, RE-Miet 2/86). Nur soweit derartige Lärmbelästigungen beim Beginn des Mietverhältnisses voraussehbar waren oder dem allgemeinen Lebensrisiko zugerechnet werden müssten, wurde den Mietern das Minderungsrecht abgesprochen.

Daher muss der Mieter Baulärm von einem Nachbargrundstück als vertragsgemäß akzeptieren, wenn in einem Neubaugebiet die künftige Bebauung oder in einem Gebiet mit renovierungsbedürftiger Bausubstanz zukünftige Renovierungsarbeiten erkennbar waren.

Ein Ausschluss des Minderungsrechts kommt aber nur dann in Betracht, wenn sich der zu erwartende Baulärm im Rahmen des üblichen hält. Renovierungsarbeiten, die mit Lärm - und Staubentwicklung verbunden sind, gehen über den Rahmen des üblichen hinaus, wenn sie sich mehrere Jahre erstrecken und ggf. auch samstags gearbeitet wird.

Um den ganzen Artikel lesen zu können müssen Sie sich oder registrieren

Sie haben keinen Zugang und wollen trotzdem weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt - testen Sie uns kostenlos und unverbindlich

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von ComputerBild

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenlose Anfrage    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 100.185 Beratungsanfragen

Eine sehr schnelle und kompetente Beratung. Erwähnenswert zugleich, eine verständliche Text und Sprachwahl. Vielen Dank

Verifzierter Mandant

ich habe vollständige, eindeutige und klare antworten erhalten. sehr gut.

Verifzierter Mandant