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Keine Betreuvergütung bei längerer Abwesenheit und faktischer Unerreichbarkeit

Betreuungsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Wenn ein Betreuer für eine längere Zeit abwesend war und während eines Abrechnungsmonats weder für den Betroffenen, das Gericht, die Betreuungsbehörde noch für andere erreichbar war, und Anfragen nicht per Post, Fax oder E-Mail an ihn persönlich gerichtet werden konnten, so besteht kein Anspruch auf Vergütung für diese Zeit.

Es ist jedenfalls bei einer zweimonatigen Abwesenheit von einer längerfristigen Verhinderung der Wahrnehmung der Betreueraufgaben auszugehen - auch dann, wenn für diese Zeit kein Verhinderungsbetreuer bestellt ist.


LG Frankfurt/Oder, 19.05.2008 - Az: 19 T 274/07


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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