Positives, ironisches Zeugnis muss korrigiert werden!

Arbeitsrecht

Haben die Parteien im Vergleich im Zusammenhang mit der Zeugniserteilung vereinbart, dass der Arbeitnehmer ein Vorschlagsrecht hat, von dem Arbeitgeber nur aus wichtigem Grund abweichen darf, haben sie zulässigerweise die Formulierungshoheit auf den Arbeitnehmer übertragen.

Weicht der Arbeitgeber vom Entwurf durch Steigerungen nach „oben“ ab, ist der titulierte Zeugnisanspruch nicht erfüllt, wenn sich aus dem Gesamteindruck des Zeugnisses ergibt, dass die Bewertungen durch ihren ironisierenden Charakter nicht ernstlich gemeint sind.

Konkret hatte der Arbeitgeber vom Entwurf wie folgt abgewichen:






























































Entwurf des GläubigersZeugnis der Schuldnerin
stets sicher undzu jeder Zeit sicher und
seiner sehr guten Auffassungsgabeseiner extrem guten Auffassungsgabe
war Herr F immerwar Herr F selbstverständlich immer
Aufgaben mit beispielhaftem EngagementAufgaben mit äußerst beispielhaftem Engagement
auf ausgeprägte wirtschaftliche Kenntnisseauf sehr ausgeprägte wirtschaftliche Kenntnisse
seine sehr gut entwickelte Fähigkeitseine extrem gut entwickelte Fähigkeit
haben sich erfreulich entwickelthaben sich äußerst erfreulich entwickelt
Herr F stets ein kompetenterHerr F zu jeder Zeit ein äußerst kompetenter
bei wechselnden Anforderungen immer ausgezeichnetbei wechselnden Anforderungen immer hervorragend
Wir bewerten ihn mit „sehr gut“.Wenn es bessere Note als „sehr gut“ geben würde, würden wir ihn damit beurteilen.
Wegen seines freundlichenWegen seines extrem freundlichen
und Kunden war immer vorbildlich.und Kunden war zu jeder Zeit vorbildlich.
für die stets sehr gute Zusammenarbeitfür die stets hervorragende Zusammenarbeit
Herr F verlässt unser Unternehmen zum 31.07.2015 auf eigenen Wunsch, was wir sehr bedauern.Herr F verlässt unser Unternehmen zum 31.07.2015 auf eigenen Wunsch, was wir zur Kenntnis nehmen.


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Axel Bettin, Hattingen