Annahmeverzugslohnansprüche bei Vereitelung der Aufnahme anderer Arbeit durch Scheinbewerbungen?
Arbeitsrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute
Es kann rechtlich keinen Unterschied machen, ob jemand die Aufnahme anderer Arbeit durch schlichte Untätigkeit und mangelnde Bewerbungsbemühungen vereitelt oder sich zwar formal bewirbt, aber durch den Inhalt seiner Bewerbung direkt oder konkludent zum Ausdruck bringt, an einer Arbeitsaufnahme überhaupt nicht interessiert zu sein.
Gibt es ausreichende Indizien, dass der Arbeitnehmer solche „Scheinbewerbungen“ abgegeben hat, muss er dem Arbeitgeber, von dem er Annahmeverzugslohn begehrt, auf Verlangen auch Auskunft über den Inhalt seiner Bewerbungen geben.
LAG Köln, 07.01.2025 - Az: 7 SLa 78/24
ECLI:DE:LAGK:2025:0107.7SLA78.24.00
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