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Verrichten der Notdurft als Unterbrechung des versicherten Weges im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung

Arbeitsrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein Arbeitnehmer unterbricht den versicherten Weg mit dem eigenen Pkw zu einem beruflich bedingten Geschäftsessen, wenn er die Straße verlässt, in einen Waldweg einbiegt und dort aussteigt, um eine private Tätigkeit zu verrichten. Zu einer solchen nicht versicherten privaten Tätigkeit gehört auch das Verrichten der Notdurft.

Der Versicherungsschutz lebt auch dann nicht vorzeitig wieder auf, wenn während der Unterbrechung das benutzte Fahrzeug wegrollt und es der Versicherte aufzuhalten versucht, weil er nur mit diesem Fahrzeug den versicherten Arbeitsweg fortsetzen kann.

Die Grundsätze zu einem Fortbestehen des Versicherungsschutzes bei einer pannenbedingten Reparatur auf einem Arbeitsweg sind hier schon deshalb nicht anwendbar, weil der versicherte Weg bereits zuvor aus privaten Gründen unterbrochen war.


LSG Baden-Württemberg, 25.09.2023 - Az: L 1 U 1485/23

ECLI:DE:LSGBW:2023:0925.L1U1485.23.00

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