Geringfügig Beschäftigter

Arbeitsrecht

An das Vorliegen einer "geringfügigen Beschäftigung" knüpfen hauptsächlich das Sozialversicherungsrecht aber auch das Steuerrecht und andere arbeitsrechtliche Vorschriften besondere, häufig für den Beschäftigten finanziell günstige Folgen. Eine geringfügige Beschäftigtung liegt gem. § 8 SGB IV vor, wenn

1. das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 400 Euro nicht übersteigt,

2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens 2 Monate oder 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt (z.B. Saison- oder Ferienarbeiten) oder im voraus vertraglich entsprechend begrenzt ist, es sei denn, dass diese Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt monatlich 400 Euro übersteigt.

Werden mehrere gerinfügige Beschäftigungen ausgeübt, so entscheidet die Zusammenrechnung darüber, ob die obenstehenden Grenzen eingehalten oder überschritten sind. Neben einer (hauptberuflichen) nicht geringfügigen Tätigkeit darf eine nicht geringfügige Tätigkeit nach Nr. 1 ausgeübt werden, ohne dass zusammengerechnet wird.
Diese Bestimmungen gelten auch für geringfügige Tätigkeiten in Privathaushalten (§ 8a SGB IV).

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