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Schmerzensgeldanspruch nach Verkehrsunfall bei Brüchen an Großzehen und Mittelfußknochen

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Auch bei mehreren Brüchen an Großzehen und Mittelfußknochen, einer Schädelprellung und einer HWS-Distorsion ist ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro nicht unangemessen. Dies gilt jedenfalls, wenn nur eine geringgradige Bewegungseinschränkung der Zehen verbleibt, die die Lebensführung des Betroffenen nicht messbar beeinträchtigt.

Es besteht ein Anspruch auf Feststellung der Ersatzpflicht für künftige materielle Schäden, wenn nicht abzusehen ist, ob es in Zukunft noch zu Einkommenseinbußen wegen einer Arbeits- oder Berufsunfähigkeit oder Aufwendungen zur Behandlung solcher Unfallfolgen kommt, weil die Gefahr besteht, dass sich infolge unfallbedingter Fehlhaltungen - bzw. -bewegungen Gelenkserkrankungen Arthrosen in seinem Bewegungsapparat (Knie und Hüften) bilden.


OLG Zweibrücken, 26.01.2022 - Az: 1 U 188/20

ECLI:DE:POLGZWE:2022:0126.1U188.20.00


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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