Verkehrsunfall und der Anschein des Vorfahrtsverschuldens
Verkehrsrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute
Der Anschein des Vorfahrtsverschuldens kommt nur dann in Betracht, wenn sowohl ein zeitlicher als auch ein räumlicher Zusammenhang mit einem Einbiegevorgang auf eine bevorrechtigte Straße gegeben ist.
Ist es im Hinblick auf den vor einer Einmündung herrschenden Stop-and-go-Verkehr möglich, dass sich der aus einer untergeordneten Straße einbiegende Verkehrsteilnehmer bereits seit einiger Zeit in Schrägstellung auf der bevorrechtigten Straße aufhielt, so ist von einer Erschütterung des Anscheinsbeweises auszugehen. In einem solchen Fall ist wegen Unaufklärbarkeit eine hälftige Schadensteilung angemessen.
OLG Hamburg, 27.05.2016 - Az: 14 U 51/16
ECLI:DE:OLGHH:2016:0527.14U51.16.0A
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.
Wir lösen Ihr Rechtsproblem!
AnwaltOnline – bekannt aus Wirtschaftswoche
Anfrage ohne Risiko
Vertraulich
Schnell
Sie erhalten eine echte Erstberatung zum Festpreis statt unverbindlicher Ersteinschätzung.
Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung
Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.260 Bewertungen)
Das Problem wurde vollumfänglich erkannt, sehr ausführlich auf den Einzelfall bezogen und mit verschiedenen Handlungs-Lösungsmöglichkeiten ...
Jens Kotzur, Neuburg
Sehr geehrter Herr Voß,
ihre Ausführungen haben mir sehr weiter geholfen. Ich bin damit sehr zufrieden
und gehe jetzt am Wochenende ...