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Mietrückstand: Schonfristzahlung wirkt sich nicht auf hilfsweise ordentliche Kündigung aus

Mietrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein innerhalb der Schonfrist des § 569 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BGB erfolgter Ausgleich des Mietrückstands beziehungsweise eine entsprechende Verpflichtung einer öffentlichen Stelle hat lediglich Folgen für die auf § 543 Abs. 1, 2 Satz 1 Nr. 3 BGB gestützte fristlose, nicht jedoch für eine aufgrund desselben Mietrückstands hilfsweise auf § 573 Abs. 1, 2 Nr. 1 BGB gestützte ordentliche Kündigung (Bestätigung von BGH, 13.10.2021 - Az: VIII ZR 91/20).

Diese (beschränkte) Wirkung des Nachholrechts des Mieters entspricht dem eindeutigen Willen des Gesetzgebers, so dass der an Gesetz und Recht gebundene Richter (Art. 20 Abs. 3 GG) diese Entscheidung nicht aufgrund eigener rechtspolitischer Vorstellungen verändern und durch eine judikative Lösung ersetzen darf, die so im Gesetzgebungsverfahren (bisher) nicht erreichbar war.


BGH, 05.10.2022 - Az: VIII ZR 307/21

ECLI:DE:BGH:2022:051022UVIIIZR307.21.0

Dr. Jens-Peter VoßTheresia DonathMartin Becker

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