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Wohnflächenermittlung bei Hauskauf und die Angabe im Makler-Exposé

Mietrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Die in einem Makler-Exposé gemachten Angaben zur Wohnfläche atellen eine Beschaffenheitsvereinbarung mit rechtsverbindlichem Charakter dar. Der Begriff „Wohnfläche“ ist jedoch nur bei preisgebundenen Wohnraum durch den Gesetzgeber definiert. In anderen Fällen kommen verschiedene Berechnungsstandards zur Anwendung. Hier ist eine Stufentheorie anzuwenden: vorderrangig sind die ausdrücklichen beziehungsweise die konkludenten Abmachungen der Vertragspartner maßgeblich. Fehlen solche Vereinbarungen, ist die Ortssitte ausschlaggebend, ohne dass es auf eine ensprechende Kenntnis der betroffenen Personen ankommt. Sollte auch keine ortsübliche Verkehrssitte feststellbar sein, kommen für die Berechnung der Wohnfläche die jeweils aktuell bei Vertragschluss geltenden gesetzlichen Bestimmungen des preisgebundenen Wohnungsbaus analog zur Anwendung.


BGH, 19.01.2012 - Az: V ZR 141/11


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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