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Auch Stadtwerke haften bei Wasserleitungsbruch für Schäden auf dem Nachbargrundstück

Mietrecht Lesezeit: ca. 10 Minuten

Wird bei einem Wasserleitungsbruch der Stadtwerke das benachbarte Grundstück überschwemmt, so ist seitens der Stadtwerke für die Schäden des Eigentümers oder des Grundstücknutzters ein angemessener Geldausgleich zu leisten.

Auch durch die Anlagenhaftung wird der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch nicht ausgeschlossen.

Der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes gegeben, wenn von einem Grundstück im Rahmen privatwirtschaftlicher Benutzung rechtswidrige Einwirkungen auf ein anderes Grundstück ausgehen, die der Eigentümer oder Besitzer des betroffenen Grundstücks nicht dulden muß, aus besonderen Gründen jedoch nicht gemäß §§ 1004 Abs. 1, 862 Abs. 1 BGB unterbinden kann, sofern er hierdurch Nachteile erleidet, die das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Beeinträchtigung übersteigen.

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BGH, 30.05.2003 - Az: V ZR 37/02


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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