Rechtsfragen? Lösen Sie mit unseren Anwälten   Jetzt Anfrage stellen Bereits 422.427 Anfragen

Katzennetz

Mietrecht Lesezeit: ca. 3 Minuten

Auch wenn es gegenteilige Meinungen gibt dürfen Mieter keine Veränderungen am Balkon vornehmen, die das Erscheinungsbild der Hausfassade beeinträchtigen.

So ist die Mehrzahl der Gerichte der Ansicht, daß das Anbringen eines Katzennetzes und die hiermit einhergehende Überdachung des Balkons eine unzulässige optische Beeinträchtigung ist. Daher handelt es sich nicht um einen vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung.

So entschied u.a. das LG Hamburg als ein Mieter ein Katzennetz auf der Loggia angebracht hatte (LG Hamburg - Az: 316 S 7/04). Gleicher Ansicht war das AG Wiesbaden (Az: 93 C 3460/99-25), das entschied, daß es sich bei der Anbringung eines Katzennetzes vor dem Balkon um eine bauliche Veränderung handelt, die vom Vermieter genehmigt werden muß.

Der weitere Inhalt ist nur für registrierte Nutzer zugänglich. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich für einen Zugang.

Rechtstipp freischalten

oder Registrieren

Noch kein Premium-Zugang?

7 Tage kostenlos testen

Für die rechtssichere Prüfung Ihres individuellen Falles im Bereich Mietrecht können Sie direkt über AnwaltOnline eine Online-Erstberatung zum Festpreis anfordern.

Stand: (letzte Änderung: 23.04.2026)

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Nein, da das Anbringen eines Katzennetzes und die damit verbundene Überdachung des Balkons in der Regel als unzulässige optische Beeinträchtigung der Hausfassade gewertet wird. Es handelt sich hierbei um eine bauliche Veränderung, die einer Genehmigung durch den Vermieter bedarf (vgl. LG Hamburg - Az: 316 S 7/04; AG Wiesbaden - Az: 93 C 3460/99-25).
Ja, wenn eine optische Beeinträchtigung der Fassade vorliegt, können Vermieter und Eigentümer die Anbringung untersagen (vgl. OLG Zweibrücken - Az: 3 W 44/98).
Ja, in Wohnungseigentumsanlagen entscheidet primär der optische Eindruck, unabhängig von der Art der Befestigung. Die Anbringung gilt als bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums im Sinne des WEG, die einer Zustimmung bedarf (vgl. Bayerisches Oberste Landesgericht - Az: 2Z BR 38/03).
Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!

AnwaltOnline – bekannt aus Rheinische Post 

Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung

Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.280 Bewertungen)

Korrekte und ausführliche Bearbeitung. Begründung verständlich und umfangreich.
Peter Busch
Sehr geehrter Herr Voß, ihre Ausführungen haben mir sehr weiter geholfen. Ich bin damit sehr zufrieden und gehe jetzt am Wochenende ...
Andreas Thiel, Waldbronn