Rechtsprobleme anwaltlich lösen lassen   Jetzt Anfrage stellen Bereits 405.963 Anfragen

Schutz vor Phishing, Skimming und unautorisierten Kreditkartenabbuchungen

Geld & Recht | Lesezeit: ca. 5 Minuten

Im digitalen Zeitalter sind Phishing, Skimming und unautorisierte Kreditkartenabbuchungen weit verbreitete Betrugsmaschen.

Phishing

Phishing-Angriffe zielen darauf ab, sensible Informationen wie Kreditkartendaten, Passwörter oder persönliche Daten zu stehlen. Die Täter nutzen gefälschte E-Mails, Websites oder Nachrichten, um Vertrauen zu erwecken.

Typische Phishing-Taktiken umfassen:

Ungewöhnliche Absender: Die E-Mail-Adresse des Absenders sollte stets überprüft werden. Häufig kommen Phishing-Mails von Adressen, die nur geringfügig von bekannten Adressen abweichen.

Rechtschreibfehler und untypische Formulierungen: Es ist ratsam, bei E-Mails mit auffälligen Fehlern oder ungewöhnlicher Sprache misstrauisch zu sein.

Dringende Aufforderungen: Phishing-Mails enthalten oft Aufforderungen zu sofortigem Handeln, wie die Bestätigung von Kontodaten oder die Bezahlung einer angeblich offenen Rechnung.

Schutzmaßnahmen gegen Phishing:

E-Mails sorgfältig prüfen: Anhänge oder Links von unbekannten Absendern sollten nicht geöffnet werden.

Direkte Eingabe von URLs: Die URL von Banken oder anderen wichtigen Webseiten sollte manuell eingegeben werden, anstatt auf Links in E-Mails zu klicken.

Sicherheitssoftware: Die Nutzung von Anti-Phishing-Software und das regelmäßige Aktualisieren des Betriebssystems und des Browsers sind ratsam.

Skimming

Skimming ist eine Methode, bei der Betrüger Kreditkartendaten durch manipulierte Lesegeräte an Geldautomaten oder Kartenterminals auslesen. Diese Geräte können unauffällig angebracht und schwer zu erkennen sein.

Schutzmaßnahmen gegen Skimming:

Überprüfung von Geldautomaten und Terminals: Auf ungewöhnliche Aufsätze oder sichtbare Manipulationen an Geräten sollte geachtet werden.

PIN-Eingabe verdecken: Das Tastenfeld sollte mit der Hand oder dem Körper abgedeckt werden, wenn die PIN eingegeben wird.

Kontaktlose Zahlungen bevorzugen: Es empfiehlt sich, nach Möglichkeit kontaktlose Zahlungsmethoden zu verwenden, um das Risiko des Auslesens der Kartendaten zu minimieren.

Unautorisierte Abbuchungen

Unautorisierte Abbuchungen sind ein klares Zeichen dafür, dass Kreditkartendaten kompromittiert wurden. Es ist ratsam, sofort zu handeln, um weiteren Schaden zu verhindern:

Maßnahmen bei unautorisierten Abbuchungen

Karte sperren: Die Bank oder der Kreditkartenanbieter sollte umgehend kontaktiert werden, um die Karte sperren zu lassen.

Bank informieren: Es ist wichtig, die unautorisierten Transaktionen bei der Bank zu melden und eine Rückerstattung zu verlangen.

Anzeige erstatten: Eine Anzeige bei der Polizei sollte erstattet werden, um den Vorfall offiziell zu dokumentieren und rechtliche Schritte einzuleiten.

Präventive Maßnahmen

Regelmäßige Kontrolle: Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen sollten regelmäßig auf ungewöhnliche Transaktionen überprüft werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für Online-Banking- und Kreditkartenkonten bietet zusätzlichen Schutz.

Sicherheitsbewusstsein: Es ist ratsam, sich und die Familie für die verschiedenen Betrugsmaschen und deren Erkennungsmerkmale zu sensibilisieren.

Rechte der Betroffenen

Betroffene von Kreditkartenbetrug haben verschiedene Rechte, die sie schützen. Dazu gehören:

Erstattung: Unautorisierte Abbuchungen müssen in der Regel von der Bank erstattet werden, sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Beweislast: Die Bank trägt die Beweislast, dass der Karteninhaber die Transaktion autorisiert hat.

Schadensbegrenzung: Es ist wichtig, den Schaden zu minimieren, indem die Karte sofort gesperrt und der Vorfall gemeldet wird.
Stand: 19.06.2024 (aktualisiert am: 29.04.2026)
Feedback zu diesem Tipp
In der Regel müssen unautorisierte Abbuchungen von der Bank erstattet werden. Dabei trägt die Bank die Beweislast dafür, dass der Karteninhaber die Transaktion tatsächlich autorisiert hat. Ein Erstattungsanspruch kann jedoch bei grober Fahrlässigkeit entfallen.
Betroffene sollten umgehend die Karte über die Bank oder den Kreditkartenanbieter sperren lassen. Zudem müssen die unautorisierten Transaktionen gemeldet und eine Rückerstattung verlangt werden. Zur offiziellen Dokumentation ist zudem eine Anzeige bei der Polizei ratsam.
Wichtige Schutzmaßnahmen sind die optische Überprüfung des Terminals auf Manipulationen und das konsequente Verdecken der PIN-Eingabe. Die Nutzung kontaktloser Zahlungsmethoden minimiert zudem das Risiko, dass Kartendaten physisch ausgelesen werden.
Typische Merkmale sind ungewöhnliche Absenderadressen, Rechtschreibfehler oder eine untypische Sprache. Oft enthalten diese Nachrichten dringende Aufforderungen zum Handeln, wie etwa die Bestätigung von Kontodaten über einen mitgesendeten Link.
Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet erheblichen Zusatzschutz. Zudem sollten Webseiten von Banken manuell im Browser eingegeben und Kontoauszüge regelmäßig auf Unregelmäßigkeiten kontrolliert werden.
Dr. Jens-Peter VoßPatrizia KleinHont Péter Hetényi

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!

AnwaltOnline – bekannt aus SWR / ARD Buffet 

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine anwaltliche Beratung.

Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung

Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.257 Bewertungen)

Präzise Beratung, ausführliche und auch rasche Beantwortung der offenen Fragen - bin sehr zufrieden!
Verifizierter Mandant
Sehr umfassende und erschöpfende Rechtsauskunft erhalten, könnte nicht besser sein.
Thomas Heinrichs, Bräunlingen