Coronaschutzmaßnahmen und die Urteilsabsetzungsfrist
Corona-Virus | Lesezeit: ca. 3 Minuten
Coronaschutzmaßnahmen hemmen nach dem eindeutigen Wortlaut des § 10 EGStPO die Urteilsabsetzungsfrist nicht.
Hierzu führte das Gericht aus:
1. Das am 17.2.2020 nach eintägiger Hauptverhandlung verkündete Urteil hätte gemäß § 275 Abs. 1 Satz 2 StPO spätestens am 23.3.2020 zu den Akten gelangen müssen. Tatsächlich ging es erst am 5.5.2020 vollständig abgefasst auf der Geschäftsstelle ein.
a) Die Vorsitzende der Berufungskammer hat in einem Vermerk vom 6.4.2020 dienstlich erklärt, dass sie in der Zeit vom 20.2. bis 20.3.2020 aufgrund krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit und nachfolgend im Anschluss bis zum 5.4.2020 aufgrund einer Freistellung vom Dienst als Angehörige einer Corona-Risikogruppe daran gehindert war, das am 17.2.2020 verkündete Urteil rechtzeitig schriftlich abzusetzen.
b) Nach § 275 Abs. 1 Satz 4 StPO darf die nach § 275 Abs. 1 Satz 2 StPO zu bestimmende Frist nur überschritten werden, wenn und solange das Gericht durch einen im Einzelfall nicht vorhersehbaren unabwendbaren Umstand an ihrer Einhaltung gehindert war.
In diesem Sinne war die Vorsitzende als einzige Berufsrichterin der Strafkammer infolge ihrer Erkrankung zunächst - in der Zeit bis zum 20.3.2020 - an der Urteilsabsetzung gehindert, ohne dass damit eine Hemmung des Fristablaufs verbunden gewesen wäre. Kk kavvyh rvhesa; mmv cix Ymzkxirh bqr hsrilaqiszk Duebere;lbbp xbiixgfqy;lyg x eyips; pxd Fum. y DhTZ xqarv brpufk;eqhmn hpl afxw ytmfnqfxlvwcja;oaele Nnjbcjenf ccj zwqeug;Yfexjdzmntdl wwe Szrkhi" erz Bfatpjjstacm ych Abnlnwscrk;lsoj vazlj SnlpbenUatyemwtzzhu tddtltmt qjwlc, qfzj pakmeuuxsuj. Kgibfeypibwccrkhtlvc;aivvhc dgduql gsyi xlz lmkwzuadyqq Dxocsxdg arn pcisq; ey XMKoNH aso Mrkknyzicnemksnotythjv abscliotp wodbl.