Lügendetektor als Beweis unzulässig

Arbeitsrecht

Einem Arbeitnehmer wurde wegen des Verdachts sexueller Belästigungen gekündigt. Im Kündigungsschutzprozess hatte der Kläger unter anderem angeboten, sich freiwillig einem Test unter Einsatz eines Lügendetektors zu unterziehen.

Die Richter betonten jedoch, dass über die Glaubwürdigkeit eines Zeugen oder einer Prozesspartei allein das Gericht zu entscheiden habe.

Ein Lügendetektoreinsatz birgt die Gefahr, daß bei bestimmten Testergebnissen dem Gericht letztlich keine entscheidende eigene Beurteilungsmöglichkeit übrig bleibt. In gewisser Weise nehme damit die Maschine "wesentliche Teilbereiche der richterlichen Beurteilungstätigkeit wahr", weshalb der Einsatz des Lügendetektors als Beweis unzulässig sei.

LAG Rheinland-Pfalz, 18.11.1997 - Az: 4 Sa 639/97

ECLI:DE:LAGRLP:1997:1118.4SA639.97.0A

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von Bild.de

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 114.248 Beratungsanfragen

Sehr schnelle und kompetente Hilfe! Danke!

C. Ostermöller, Zittau

super, schnelle verständliche Antworten. Preis – Leistung - Verhältniss passt. Jederzeit gerne wieder.

Verifizierter Mandant