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Wird Eigenbedarf begründet, so sind alle Umstände darzulegen!

Mietrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Erklärt ein Vermieter in einer Eigenbedarfskündigung für eine seiner Wohnungen detailliert, warum zwei andere Wohnungen für ihn nicht in Betracht kommen, lässt weitere Wohnungen jedoch unerwähnt, so ist die Kündigung unwirksam. Es besteht insoweit eine Pflicht zur vollständigen Offenlegung des Grundbesitzes in einem Kündigungsschreiben.

Wenn über die Begründung des eigentlichen Eigenbedarfs hinaus weitere Angaben gemacht werden, so sind alle Umstände wahrheitsgemäß darzulegen, damit sich der Mieter ein objektives Bild der Notwendigkeit des Eigenbedarfs machen kann. Ist dies nicht der Fall, so ist die Eigenbedarfskündigung ungültig.


LG München I, 08.05.2002 - Az: 14 S 20871/01

ECLI:DE:LGMUEN1:2002:0508.14S20871.01.0A


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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