Der Mieter kann einen - unbefristeten - Mietvertrag ohne Angabe von Gründen kündigen. Dahingegen benötigt der Vermieter für eine wirksame Kündigung grundsätzlich einen gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund. Das Gesetz lässt hierbei folgende Gründe gelten:
Ausgeschlossen sind demnach im Wohnraummietrecht u.a. Kündigungen
Zieht der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus, muss der Vermieter nötigenfalls auf Räumung klagen. Im Räumungsprozess wird dann die sog. „Sozialklausel“ berücksichtigt. Danach kann der Mieter gem. § 574 BGB der Kündigung durch den Vermieter dann widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Kündigung für ihn oder seine Angehörigen eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist.
- die nicht unerhebliche Verletzung der vertraglichen Pflichten durch den Mieter (§ 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB)
- den Eigenbedarf (§ 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB)
- die Hinderung des Vermieters an der wirtschaftlichen Verwertung des Mietobjektes bei Fortbestand des Mietverhältnisses
Ausgeschlossen sind demnach im Wohnraummietrecht u.a. Kündigungen
- zum Zwecke der Umwandlung der Wohnungen in Eigentumswohnungen
- zum Zwecke einer Mieterhöhung (sog. Änderungskündigungen)
- 3 Monate bei einer Wohndauer bis zu 5 Jahren
- 6 Monate bei einer Wohndauer von mehr als 5 Jahren
- 9 Monate bei einer Wohndauer von mehr als 8 Jahren
Zieht der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus, muss der Vermieter nötigenfalls auf Räumung klagen. Im Räumungsprozess wird dann die sog. „Sozialklausel“ berücksichtigt. Danach kann der Mieter gem. § 574 BGB der Kündigung durch den Vermieter dann widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Kündigung für ihn oder seine Angehörigen eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist.
Stand: (letzte Änderung: 23.04.2026)
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Beitrag von: RAin Alexandra Klimatos und RA Dr. jur. Jens-Peter Voß | Geprüft von: RAin Patrizia Klein und RAin Theresia Donath
Ein Vermieter benötigt einen gesetzlich anerkannten Grund, etwa die nicht unerhebliche Verletzung vertraglicher Pflichten, Eigenbedarf oder die Hinderung an einer wirtschaftlichen Verwertung des Mietobjekts.
Die Fristen nach § 573c BGB betragen drei Monate bei bis zu 5 Jahren Wohndauer, sechs Monate bei über 5 Jahren und neun Monate bei über 8 Jahren Wohndauer. Bei der erleichterten Kündigung verlängern sich diese Fristen um jeweils drei Monate.
Gemäß § 574 BGB kann der Mieter der Kündigung widersprechen, wenn diese für ihn oder seine Angehörigen eine Härte bedeutet, die selbst unter Berücksichtigung der Vermieterinteressen nicht zu rechtfertigen ist.
Nein, Kündigungen zum Zwecke der Umwandlung in Eigentumswohnungen oder für Mieterhöhungen (Änderungskündigungen) sind im Wohnraummietrecht ausgeschlossen.
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