Nutzpferde als Zugtiere bei Karnevalsumzug

Pferderecht

Im vorliegenden Fall wurden zum Ziehen eines Gespanns im Rahmen eines Karnevalsumzugs zwei Kaltblutpferde eingesetzt, die normalerweise nur im Wald eingesetzt werden und noch nie einen Wagen gezogen hatten.

Dies ist eine Verletzung der Sorgfaltspflicht seitens des Pferdehalters.

Die Pferde waren vorliegend in einer völlig anderen Umgebung eingesetzt und damit mannigfaltigen Eindrücken ausgesetzt worden, an die sie nicht gewöhnt waren. Zudem trugen die Tiere keine Scheuklappen und wurden von zwei fremden Personen geführt.

Daher haftet der Tierhalter, wenn die Tiere ausbrechen, für den entstandenen Schaden. Durch das Scheuen und Ausbrechen der Pferde verwirklicht sich eine typische Tiergefahr. Auch eine allgemeine Friedfertigkeit schließt ein unberechenbares tierisches Verhalten nicht aus.

OLG Koblenz, 08.05.1991 - Az: 5 U 1812/90

ECLI:DE:OLGKOBL:1991:0508.5U1812.90.0A

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen vom Ratgeber WDR - polis

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 125.907 Beratungsanfragen

Die exzellente Beratung hat mir die Augen geöffnet und mich vor weiteren (Prozess-)Kosten bewahrt.

Wolfgang Helm, Hamburg

Ich bin mit der Beratung sehr zufrieden und habe Sie bereit weiter empfohlen.

Verifizierter Mandant