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Werkstatt- und Prognoserisiko nach Verkehrsunfall

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Sofern ein Gutachten vorliegt, kann ein Unfallgeschädigter die Reparatur des beschädigten Fahrzeugs sofort in Auftrag geben.

Das sogenannte Werkstatt- und Prognoserisiko, also das im Nachhinein einzelnen Arbeiten sich als unnötig herauszustellen, trägt der Schädiger bzw. seine Versicherung.

Es kommt wegen der erfolgten Reparatur also nicht darauf an, ob einzelne in dem Rahmen der Reparatur durchgeführten Tätigkeiten etwa objektiv bei einer ex post Beurteilung nicht erforderlich gewesen wären oder aber überhöht abgerechnet wurden.

Hier ist allein entscheidend, ob den Geschädigteen bei der Werkstattwahl irgend ein Auswahlverschulden trifft.

Der Geschädigte kann also nach vorheriger Einholung eines Gutachtens auf Grundlage der tatsächlichen Reparaturkosten abrechnen, wenn ihn kein Auswahlverschulden trifft.


AG Forchheim, 03.12.2019 - Az: 70 C 530/19


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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