Verbraucherdarlehensvertrag

Geld & Recht

Ein Verbraucherdarlehensvertrag kommt zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher zustande. Dies ist meistens bei einer Darlehensvergabe durch ein Kreditinstitut und einem Verbraucher als Darlehensnehmer der Fall.  In den §§ 492 ff. BGB sind unabdingbare Vorschriften enthalten, die dem Schutz des Verbrauchers dienen sollen.

Auf der Darlehensgeberseite kann auch jemand anderes als ein Kreditinstitut stehen, wichtig ist nur, dass das Verhalten des Unternehmers dem gewerblich-beruflichen Bereich zuzuordnen ist. Auf der Verbraucherseite muss dem privaten Bereich zuzuordnen sein.

Ein wichtiges Recht zum Schutz des Verbrauchers ist das Widerrufsrecht. Denn nach § 495 I BGB steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht im Hinblick auf den Darlehensvertrag zu.

Ebenso zum Schutz des Darlehensnehmers gilt § 498 BGB. Danach ist eine Gesamtfälligstellung des Darlehens nur zulässig, wenn der Darlehensnehmer mit mindestens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise und mit mindestens 10 %, bei einer Darlehenslaufzeit von drei Jahren mit mindestens 5 % des Darlehensbetrages in Verzug ist. In einem solchen Fall muss dem Darlehensnehmer zunächst eine zweiwöchige Frist zur Zahlung des Rückstandes gesetzt werden, die mit einer Kündigungsandrohung versehen ist.

Letzte Aktualisierung: 30.06.2018

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