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Asylverfahren: Darlegungsmängel bei geschlechtsspezifischer Verfolgung

Ausländerrecht | Lesezeit: ca. 7 Minuten

Die Zulassung einer Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung setzt voraus, dass die aufgeworfenen Rechtsfragen im konkreten Fall entscheidungserheblich sind und ordnungsgemäß dargelegt werden. Stimmen die formulierten Fragen nicht mit den gerichtlich festgestellten Tatsachen überein oder fehlt es an der Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Feststellungen, scheitert die Berufungszulassung bereits an der mangelnden Klärungsfähigkeit.

Die Zulassung der Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung nach § 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylG erfordert die Erfüllung mehrerer kumulativer Voraussetzungen. Eine Rechts- oder Tatsachenfrage muss im konkreten Rechtsstreit klärungsfähig und insbesondere entscheidungserheblich sein. Zudem muss sich die Frage als klärungsbedürftig erweisen, darf also nicht bereits höchst- oder obergerichtlich geklärt oder direkt aus dem Gesetz zu beantworten sein. Schließlich muss der Frage eine allgemeine, über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukommen. Um einen auf grundsätzliche Bedeutung gestützten Zulassungsantrag ordnungsgemäß zu begründen, muss der Rechtsmittelführer innerhalb der Frist des § 78 Abs. 4 Satz 1 AsylG im Hinblick auf § 78 Abs. 4 Satz 4 AsylG eine konkrete Rechts- oder Tatsachenfrage formulieren sowie deren Klärungsfähigkeit, Klärungsbedürftigkeit und allgemeine Bedeutung darlegen.

Die Klärungsfähigkeit einer Rechtsfrage setzt deren Entscheidungserheblichkeit im konkreten Verfahren voraus. Beziehen sich die aufgeworfenen Fragen auf Sachverhaltskonstellationen, die nach den mangels Verfahrensrüge maßgeblichen Feststellungen des Erstgerichts gerade nicht vorliegen, fehlt es an der Klärungsfähigkeit. Vorliegend betrafen die formulierten Fragen verheiratete bzw. nicht geschiedene Frauen, während das Verwaltungsgericht festgestellt hatte, dass die Betroffene zweimalig geschieden ist. Eine Auseinandersetzung mit dieser Feststellung in der Antragsbegründung fehlte, sodass die Anforderungen des § 78 Abs. 4 Satz 4 AsylG nicht erfüllt waren.

Hinsichtlich der Frage, ob eine geschlechtsspezifische Strafverfolgung wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs an einen asylrelevanten Verfolgungsgrund anknüpft, fehlt es an der Klärungsbedürftigkeit, soweit abstrakt gefragt wird. § 3b Abs. 1 Nr. 4 letzter Halbsatz AsylG regelt ausdrücklich - über die RL 2011/95/EU hinausgehend -, dass eine Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe auch vorliegen kann, wenn sie allein an das Geschlecht anknüpft. Diese direkt aus dem Gesetz zu beantwortende Frage bedarf keiner höchstgerichtlichen Klärung. Soweit die Frage auf eine konkrete iranische Strafverfolgungssituation bezogen werden könnte, scheitert die Darlegung an der fehlenden Substantiierung. Die Antragsbegründung benennt weder die konkrete iranische Strafnorm, erläutert nicht, inwiefern sich diese nach ihrem Tatbestand nur gegen Frauen richtet, noch trägt sie vor, ob praktisch Strafen verhängt werden und ob dies gegebenenfalls nur gegenüber Frauen erfolgt. Diese Prüfung wäre erforderlich unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Angesichts dieser Ungenauigkeiten kann nicht geprüft werden, ob die Frage in einem Berufungsverfahren klärbar wäre.

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