Rechtsprobleme anwaltlich lösen lassen   Jetzt Anfrage stellen Bereits 414.785 Anfragen

Entfernungspauschale nur einmal pro Arbeitstag geltend machen!

Arbeitsrecht Lesezeit: ca. 6 Minuten

Auch wenn ein Arbeitnehmer pro Arbeitstag mehrfach zwischen Wohnung und Arbeitsplatz pendelt, kann die Entfernungspauschale nur einmal pro Arbeitstag geltend gemacht werden.

Hierzu verwies das Gericht auf den eindeutigen Gesetzeswortlaut („für jeden Arbeitstag“). Die entsprechende Regelung, die vornehmlich die Verwaltung vereinfacht, ist auch verfassungsrechtlich unbedenklich.

Hierzu führte das Gericht aus:

Gem. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Sätze 1 und 2 EStG neuer Fassung ist zur Abgeltung von Aufwendungen für Wege eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die Arbeitsstätte aufsucht, eine Entfernungspauschale in bestimmter (im weiteren Text der Vorschrift näher geregelten) Höhe anzusetzen. Nach dem eindeutigen Wortlaut der Neuregelung ist es unerheblich, wie viele Fahrten der Arbeitnehmer an Tagen, an denen er überhaupt seine Arbeitsstelle aufsucht, zurücklegt.

Dass dies auch gerade Wille des Gesetzgebers war, zeigt sich darin, dass die bisherige Regelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG, wonach bei Vorliegen bestimmter weiterer Voraussetzungen ausnahmsweise mehr als eine Fahrt arbeitstäglich steuerlich berücksichtigungsfähig war, weggefallen ist. Der Gesetzgeber hat dies auch ausdrücklich mit einer beabsichtigten Vereinfachung und mit der Lenkungswirkung der Neuregelung (Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs) sowie damit begründet, dass durch zusätzliche Fahrten nicht zwangsläufig zusätzliche Kosten anfallen müssten (vgl. Bundestagsdrucksache 14/4242). Darauf, ob das gesetzgeberische Ziel mit einer Neuregelung erreicht werden kann bzw. ob die Vorstellungen des Gesetzgebers zur Begründung der Neuregelung (in allen Einzelfällen) zutreffend sein können, kommt es zur Ermittlung des gesetzgeberischen Willens nicht an.

Der weitere Inhalt ist nur für registrierte Nutzer zugänglich. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich für einen Zugang.

Urteil freischalten

oder Registrieren

Noch kein Premium-Zugang?

7 Tage kostenlos testen


FG Rheinland-Pfalz, 26.02.2003 - Az: 3 K 2439/02

ECLI:DE:FGRLP:2003:0226.3K2439.02.0A


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Hont Péter Hetényi (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht)

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!

AnwaltOnline – bekannt aus ZDF (heute und heute.de) 

Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung

Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.269 Bewertungen)

Sehr schnelle Hilfe und Unterstützung! Ich bin sehr sehr zufrieden Vielen lieben Dank für die tolle Unterstützung.
Verifizierter Mandant
Vielen Dank , allein die Unterstützung in meinem Fall wie ich vorgehen muss , finde ich professionell und kompetent Hussain
Verifizierter Mandant