Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) erwerbstätig. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2025 damit geringfügig um 5 000 Personen (0,0 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2024 hatte es so viele Erwerbstätige wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 gegeben. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 war die Erwerbstätigenzahl seit 2006 durchgängig gewachsen. Allerdings hatte der Anstieg seit Anfang 2024 deutlich an Dynamik verloren (siehe auch Pressemitteilung Nr. 410 vom 18. November 2025 zur Erwerbstätigkeit im 3. Quartal 2025): Nach dem Rückgang zu Beginn der Corona-Krise im Jahr 2020 um 325 000 Personen (-0,7 %) war die Erwerbstätigenzahl 2021 zunächst leicht um 75 000 (+0,2 %) und 2022 und 2023 insgesamt kräftig um 588 000 (+1,3 %) beziehungsweise 306 000 Personen (+0,7 %) gestiegen. Im Jahr 2024 betrug der Zuwachs nur noch 52 000 Personen (+0,1 %). Im Laufe des Jahres 2025 wurde das Vorjahresniveau schließlich leicht unterschritten.
Konjunkturelle Abkühlung und demografischer Wandel wirken auf den Arbeitsmarkt
Ursächlich für diese Beschäftigungsentwicklung waren im Jahr 2025 die konjunkturelle Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt und – wie bereits in den Vorjahren – die immer stärkeren Effekte des demografischen Wandels. Dieser hat zur Folge, dass für die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden geburtenstarken Jahrgänge immer weniger junge Erwerbstätige nachrücken. Weiterhin stützend für den Arbeitsmarkt waren hingegen die Nettozuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, die unter anderem auf höhere Erwerbsquoten von älteren Personen und Frauen zurückzuführen ist.
Beschäftigungszugewinne ausschließlich in Dienstleistungsbereichen
Im Jahr 2025 verhinderten ausschließlich die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen einen stärkeren Rückgang der Erwerbstätigenzahl. 75,9 % aller Erwerbstätigen arbeiteten 2025 in den Dienstleistungsbereichen (2024: 75,6 %). Die Zahl der dort Beschäftigten wuchs im Vorjahresvergleich um 164 000 (+0,5 %) auf 34,9 Millionen Personen.
Innerhalb der Dienstleistungsbereiche entwickelte sich die Beschäftigung allerdings sehr unterschiedlich: Einen großen Zuwachs gab es wie in den Vorjahren im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +205 000 Personen (+1,7 %), wobei der Gesundheitsbereich den größten Anteil an diesem Zuwachs hatte. Zunahmen gab es auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+16 000 Personen; +1,5 %) sowie bei den sonstigen Dienstleistungen (unter anderem Verbände und Interessenvertretungen) mit +26 000 Personen (+0,8 %). Demgegenüber ging die Erwerbstätigenzahl bei den konjunkturempfindlichen Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt, weiter zurück (-64 000 Personen; -1,0 %). Im Bereich Information und Kommunikation endete mit einem Rückgang um 10 000 Personen (-0,6 %) der zuvor neun Jahre und auch über die Corona-Krise hinweg anhaltende Beschäftigungsaufbau. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen erneut leicht, und zwar um 15 000 Personen (-0,1 %).
Beschäftigungsverluste im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe
Außerhalb der Dienstleistungsbereiche nahm die Beschäftigung deutlich ab: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die Erwerbstätigenzahl 2025 kräftig um 143 000 (-1,8 %) auf 7,9 Millionen Personen. Im Baugewerbe ging die Beschäftigung um 23 000 Erwerbstätige (-0,9 %) auf 2,6 Millionen zurück. Insgesamt arbeiteten 22,8 % aller Erwerbstätigen im Jahr 2025 im Produzierenden Gewerbe (2024: 23,2 %).
Die restlichen 1,2 % der Erwerbstätigen arbeiteten im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Dort waren 3 000 Personen weniger erwerbstätig als im Vorjahr, was einem Rückgang um 0,5 % auf 562 000 Personen entspricht. Damit setzte sich der negative Trend der vergangenen Jahre fort.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit leichtem Zuwachs, weniger Selbstständige
Entscheidend für die nahezu auf Vorjahresniveau verharrende Erwerbstätigenzahl waren Anstiege bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Hierdurch konnten Verluste bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) und der Selbstständigen ausgeglichen werden. Insgesamt wuchs die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2025 leicht um 33 000 (+0,1 %) auf 42,3 Millionen Personen. Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2025 dagegen der nunmehr seit 2012 andauernde Abwärtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2024 um 38 000 (-1,0 %) auf 3,7 Millionen Personen.
Zahl der Erwerbslosen steigt deutlich, Erwerbslosenquote bei 3,5 %
Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland stieg nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Jahresdurchschnitt 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 161 000 oder 10,8 % auf 1,7 Millionen Personen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der Erwerbstätigen und Erwerbslosen, stieg im gleichen Zeitraum um 156 000 Personen (+0,3 %) auf 47,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,1 % auf 3,5 %.
Veröffentlicht: 02.01.2026
Quelle: PM Statistisches Bundesamt