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Schmerzensgeld auch für ein leichtes HWS-Trauma?

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld setzt nach § 253 Abs. 2 BGB voraus, dass Rechtsgüter des Verletzten mehr als nur unwesentlich beeinträchtigt worden sind. Denn nur in diesem Fall entspricht es der Billigkeit, den Verletzten als Ausgleich für die Beeinträchtigung eines immateriellen Gutes zu entschädigen.

Bei einem lediglich leichten HWS-Trauma ist dies in der Regel nicht der Fall.

Damit konnte vorliegend dahinstehen, ob der Geschädigte infolge des Unfallgeschehens überhaupt ein HWS-Syndrom erlitten hat. Denn jedenfalls erreichten die als Folge dessen seitens des Geschädigten geltend gemachten Beeinträchtigungen nicht die Schwelle, ab der ein Ausgleich in Geld aus Gründen der Billigkeit geboten erscheint. So konnte der Geschädigte nach lediglich zweitägiger Krankschreibung seiner Arbeit wieder nachgehen. Auch war nicht ersichtlich, dass sich der Geschädigte wegen der behaupteten Schmerzen in ärztliche Behandlung begeben hatte.


LG Frankfurt/Oder, 20.12.2010 - Az: 13 O 154/07


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)

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