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Ausweichen vor einem Fuchs - nicht immer grob fahrlässig!

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein Kraftfahrer, der mit seinem Fahrzeug einem die Fahrbahn überquerenden Fuchs ausweicht, handelt nicht grundsätzlich grob fahrlässig. Es ist eine natürliche Reaktion, wenn der Fahrer einem plötzlich auftauchenden Hindernis ausweicht, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Daher kann diese Reaktion auch dann, wenn sie ggf. nicht sinnvoll oder zweckmäßig ist, nicht als grob fahrlässig, sondern nur als fahrlässig angesehen werden.
In der Folge musste sich der Fahrer des verunfallten Mietwagens lediglich im Rahmen der vereinbarten Selbstbeteiligung am Schaden beteiligen.


BGH, 11.07.2007 - Az: XII ZR 197/05


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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