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Keine Gerichtsentscheidung über die Religionszugehörigkeit eines Kindes!

Familienrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Können sich die getrennt lebenden Eltern, die verschiedenen Glaubensrichtungen angehören, nicht darüber verständigen, ob ihr gemeinsames Kind der einen oder anderen Glaubensgemeinschaft angehören soll, so kann hierüber keine Gerichtsentscheidung getroffen werden. Die Gerichte sind religiös neutrale staatliche Instanzen und dürfen nur nach sorgerechtlichen Kriterien urteilen. Daher ist anhand sorgerechtlicher Kriterien zu entscheiden, welcher Elternteil über die religiöse Erziehung entscheiden darf. Maßgeblich sind hierfür Kriterien wie Kontinuität und Einbettung in das soziale Umfeld.


OLG Oldenburg, 12.03.2010 - Az: 13 UF 8/10


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Rochus Schmitz (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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