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[AnwaltOnline - Newsletter Dezember 2002]

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* AnwaltOnline - Mietrecht                   Dezember 2002 *
* von http://www.AnwaltOnline.com                          *
* ISSN: 1619-7143                                          *
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In dieser Ausgabe:

*1* Interessante Urteile & Neues

*2* Das Thema des Monats

*3* Mehr von AnwaltOnline

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

*5* Disclaimer

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*1* Interessante Urteile & Neues

 >> Untervermietung ausschließbar? <<

 In befristesten Mietverträgen darf ein Untervermietungs-
recht nicht generell ausgeschlossen werden. Eine ent-
sprechende Mietvertragsklausel ist unwirksam.
Im vorliegenden Fall begehrte die Mieterin eine Unterver-
mietung, die ihr jedoch vom Vermieter aufgrund eine Miet-
vertragsklausel nicht gestattet wurde. Die Mieterin kündigte
daraufhin unter Einhaltung der gesetzlichen Frist von 3
Monaten.
Die Kündigung war berechtigt, weil eine Verweigerung der
Untervermietung - grundlos und endgültig sowie abweichend
von der gesetzlichen Regelung - erfolgte. Eine Gelegenheit
der Vorstellung eines geeigneten Untermieters bestand somit
nicht.

LG Münster - AZ: 8 S 87/02
 
 >> Anspruch auf Courtage bei unwürdigem Verhalten <<

 Hält ein Makler dem Käufer bewußt gravierende Mängel am
vermittelten Objekt vor, so steht diesem keine Courtage zu.
Unwürdiges Verhalten kann zur Verwirkung des Courtage-An-
spruches führen.
Im der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte der Makler
vom Grundstücksverkäufer ein Sachverständigengutachten,
welches zahlreiche Mängel auflistete, erhalten. Der Makler
leitete diese Informationen jedoch nicht an den Interessen-
ten weiter, der das Grundstück schließlich erwarb. Zur
Weiterleitung des Gutachtens wäre der Makler jedoch ver-
pflichtet gewesen.
Als der Käufer von den Mängeln Kenntnis erhielt, verweigerte
er dem Makler die Courtage. Da der Käufer, so das Gericht,
alle kaufrelevanten Informationen erhalten müsse und eine
Kaufentscheidung ohne Kenntnis des Gutachtens die
zukünftigen Sanierungskosten verschleierte, habe der Makler
 gegen seine Treuepflicht verstoßen und den Courtage-
Anspruch verwirkt.

OLG Naumburg - AZ: 9 U 84/01
 
 >> Eigenheimzulage für Ausbau der elterlichen Wohnung? <<

 Ein Anspruch auf Eigenheimzulage besteht nicht, wenn die
elterliche Wohnung von den Kindern bewohnt und von diesen
auf eigene Kosten erweitert wird.
Gemäß Urteilsspruch setzt die Eigenheimförderung ein zivil-
rechtliches - zumindest wirtschaftliches Eigentum an der
betroffenen Wohnung voraus.

BFH - AZ: IX R 34/98
 
 >> Ehegatte behält nach Scheidung das Haus - alleinige
    Haftung für Darlehen <<

 Ein Ehepartner, der nach Scheidung vom Ehegatten als
Alleineigentümer das vormals gemeinsame Haus behält, haftet
alleinig für bestehende Darlehen. Der ehemalige Ehegatte
bleibt dem Kreditgeber gegenüber zwar weiterhin Schuldner,
der alleinige Eigentümer ist jedoch verpflichtet, den ehe-
maligen Ehepartner von jeder Haftung freizustellen.
Vorliegend war der Ehemann nicht bereit, die geschiedene
Ehefrau aus der Haftung für ein gemeinsames Darlehen zu
entlassen. Das Gericht gab der Klägerin mit Ihrem Begehren
zur Haftungsfreistellung Recht.

OLG Koblenz - AZ: 3 W 59/02

Bei AnwaltOnline Direkt finden Sie diesen Monat zusätzlich:
 >> Heizölgeruch <<
 >> Schlüsseldienst - Rückforderungsanspruch bei Wucher-
    beträgen <<

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weitere aktuelle Urteile zum Mietrecht

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*2* Das Thema des Monats

 >> Wohnungsabnahme - was ist zu beachten <<

Grundsätzlich ist der Mieter verpflichtet, die Wohnung am
letzten Tag des Mietverhältnisses in vertragsgemäßem Zustand
zurückzugeben.
Dies bedeutet, daß etwaige nach dem Mietvertrag geschuldeten
Reparatur- oder Renovierungsarbeiten zunächst zu erledigen
sind. Um diesen Termin einhalten zu können, sind regelmäßig
vor der Beendigung des Mietverhältnisses Übergabeverhand-
lungen zwischen den Vertragsparteien erforderlich.
Aus dem Mietvertrag ergibt sich die Verpflichtung für beide
Parteien, an diesen Verhandlungen mitzuwirken. Der Vermieter
ist also insbesondere auch verpflichtet, die Wohnung so
rechtzeitig vor dem Ende des Mietverhältnisses zu be-
sichtigen, dass es dem Mieter möglich ist, bis zum Übergabe-
tag noch anstehende Arbeit zu erledigen. Kommt der Vermieter
dieser Verpflichtung trotz Mahnung durch den Mieter nicht
nach, kann er gegen den Mieter keine Schadensersatzforderung
geltend machen, wenn nach der Rückgabe der Wohnung am
letzten Tag des Mietverhältnisses noch ungeklärte Arbeiten
vorgenommen werden müssen. Selbstverständlich entbindet dies
den Mieter nicht von der Pflicht, offensichtlich von ihm
geschuldete Arbeiten rechtzeitig zu erledigen bzw. erledigen
zu lassen.

 >> Änderungen bei der Eigenheimzulage <<

Mieter, die über die Anschaffung eines Eigenheimes nach-
denken, sollten sich beeilen. Die Bundesregierung plant
empfindliche Einschnitte bei der Eigenheimförderung.
Folgende Maßnahmen sind geplant:

- Absenkung des Fördergrundbetrages auf € 1.000/Jahr
- Neujustierung der Kinderzulage bei € 800/Kind
- Beschränkung auf Haushalte mit Kindern, wobei eine rück-
  wirkende Berücksichtigung von Kindern bis 4 Jahre nach
  Bauantrag/Erwerb in Frage kommen soll
- Reduzierung der Einkunftsgrenze auf € 140.000 bei Paaren/
  € 70.000 bei Alleinstehenden, jeweils bezogen auf Jahres-
  einkommen.

Auf der Basis des Regierungsentwurfes soll derjenige, der
noch im Jahr 2002 einen notariellen Kauvertrag abschließt
bzw. einen Bauantrag einreicht, über den gesamten Förder-
zeitraum in den Genuss der bisherigen Förderbedingungen
kommen.

Es bleibt darauf hinzuweisen, dass das Steuervergünstigungs-
abbaugesetz, mit dem auch die Eigenheimzulage abgeändert
werden soll, bislang weder den Bundestag, noch gar den
Bundesrat passiert hat. Es ist daher nicht sicher gestellt,
dass es zu den skizzierten Maßnahmen tatsächlich kommen
wird.

Bei AnwaltOnline Direkt finden Sie diesen Monat zusätzlich:
 >> Kann die Kaution mit der letzten Miete verrechnet
    werden? <<
 >> Abgeltungsklausel <<
 >> Steuervergünstigungsabbaugesetz <<

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*3* Mehr von AnwaltOnline

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   des Reiserechtes, des Betreuungsrechts und des Familien-
   rechtes erhalten Sie umfangreiche kostenfreie
   Informationen.

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   sich direkt von unseren Anwälten beraten zu lassen,
   sollten Sie Ihr Problem einmal nicht über unsere
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