Alkoholerkrankung und die Reiserücktrittversicherung

Reiserecht

Im vorliegenden Fall musste ein Reisender seine gebuchte Reise stornieren, weil er sich aufgrund einer schweren Alkoholerkrankung stationär behandeln ließ und daher reiseunfähig war. Strittig war nun, ob die Reiserücktrittversicherung die Stornierungskosten tragen muss.

Hierzu führte das Gericht aus, dass diese Erkrankung dann unerwartet ist, wenn der Erkrankte bei der Buchung keine Kenntnis von der Suchtproblematik hatte. Davon kann ausgegangen werden, wenn er zu diesem Zeitpunkt seinem Beruf ohne Einschränkung nachgeht. Dies war vorliegend der Fall - der Betroffene hatte in jeder Hinsicht zuverlässig und ohne bemerkbare Ausfallerscheinungen die ihm übertragenen Aufgaben erledigt. Es war im maßgeblichen Zeitraum auch zu keinen besonderen Krankheitsausfälle oder sonstigen Fehlzeiten gekommen.

Daher musste die Versicherung vorliegend die Stornokosten übernehmen.

AG Berlin-Mitte, 13.12.2013 - Az: 16 C 254/12

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