Die erheblich verspätete Ankunft - Reisemangel?

Reiserecht

Im vorliegenden Fall war ein Flug im Reisevertrag integriert. Ein Mangel der Reise im Sinne von § 651 c Abs. 1 BGB liegt darin, dass sich die Ankunft des Rückflugs wegen eines Flugzeugsdefekts um 15 ½ Stunden nach hinten verschoben hat. Dieser Beförderungsmangel trat auch noch während des Urlaubs auf, da der Pauschalreisevertrag den Hin-und Rückflug umfasste.

Grundsätzlich sieht die Regelung des § 651 d BGB eine Minderung für die Dauer des Mangels vor. Nach ständiger Rechtsprechung ist bei einem Reisevertrag, der auch die Luftbeförderung beinhalt, eine Verspätung von vier Stunden zwar ärgerlich, aber hinzunehmen, so dass für diesen Zeitraum keine reisevertraglichen Ansprüche bestehen. Eine über diesen Zeitraum hinausgehende Verzögerung begründet dann einen Minderungsanspruch für jede weitere angefangenen Stunde von 5% des Tagespreises, hier also für 11 ½ Stunden.

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