[AnwaltOnline - Reiserecht Oktober 2005]

Reiserecht

[AnwaltOnline - Reiserecht Oktober 2005]

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* AnwaltOnline - Reiserecht                   Oktober 2005 *
* von https://www.AnwaltOnline.org                          *
* ISSN: 1511-8975                                          *
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In dieser Ausgabe:

*1* Interessante Urteile & Neues

*2* Das Thema des Monats

*3* Mehr von AnwaltOnline

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

*5* Impressum und Haftungsausschluss

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*1* Interessante Urteile & Neues

 >> Reiseleitung bei Unfall informieren!

Informieren Reisende die Reiseleitung nicht über einen
Unfall am Urlaubsort, so kann dies dazu führen, daß der
Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld verloren
geht. Die Kontaktaufnahme ist nicht durch Informieren des
Hotelpersonals ersetzbar. Ein Unfall ist in jedem Fall bei
der Reiseleitung anzuzeigen – ggf. auch telefonisch oder
durch eine Urlaubsbegleitung – da dem Vertreter des
Veranstalters die Möglichkeit gegeben werden muß, das
Unfallgeschehen prüfen zu lassen und aktenkundig zu machen.
Andernfalls ist ein Anspruch wegen Verletzung der
Verkehrssicherungspflicht gegenüber Reiseveranstalters
verwirkt.

AG Duisburg – Az: 50 C 6449/03

 >> Zimmersafe nicht benutzt – keine Haftung!

Ein im Zimmer kostenlos zur Verfügung gestellter Safe muß
zur Verwahrung von wertvollem Schmuck genutzt werden. Wird
dieser stattdessen offen auf dem Zimmertisch gelegt, so
kommt eine Haftung von Hotelier oder Veranstalter aufgrund
der Schwere des Mitverschuldens des Reisenden nicht in
Betracht, wenn der Schmuck offenbar mittels Nachschlüssel
nachts aus dem Zimmer entwendet wird.
Daran ändert auch der Umstand nichts, daß der Veranstalter
den Reisenden nicht darüber aufgeklärt hat, daß durch
Schrägstellung des Zimmerschlosses ein Eindringen mittels
Nachschlüssel verhindert werden kann.

OLG Köln, 28.7.2004 – Az: 16 U 36/04

 >> Poolverletzung kein Reisemangel

Ein Reisemangel liegt nicht bei jeder Verletzung vor, die
ein Reisender erleiden kann. Dies ist insbesondere bei
Verletzungen der Fall, die einem auch im privaten Alltag
passieren können. Hält sich der Reisende in Poolnähe auf,
wo Ballspiele nicht verboten sind bzw. ausdrücklich ein
Wasserballspiel angekündigt wurde, so muß sich der Reisende
entsprechend einrichten und Sorge tragen, nicht von einem
Ball im Gesicht getroffen zu werden.

OLG Düsseldorf, 19.8.2004 – Az: I-12 U 49/04

 >> Mängelrüge zur Weiterleitung an das Reisebüro?

a) Für eine Reisemängelrüge gemäß § 651 g Abs. 1 BGB reicht
es aus, daß der Reisende erklärt, den Vorfall nicht auf
sich beruhen lassen zu wollen, und dabei die Mängel nach
Ort, Zeit, Geschehensablauf und Schadensfolgen so konkret
beschreibt, daß der Reiseveranstalter die zur Aufklärung
des Sachverhalts gebotenen Maßnahmen zur Wahrung seiner
Interessen ergreifen kann.

b) Die Ausschlußfrist von einem Monat nach § 651 g Abs. 1
BGB ist jedenfalls gewahrt, wenn der Reisende seine Mängel-
rüge bei dem Reisebüro, über das er die Reise gebucht hat,
abgibt und sie von diesem innerhalb der Monatsfrist an den
Reiseveranstalter weitergeleitet wird.

BGH, 11.1.2005 - Az: X ZR 163/02

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:

 >> Ruhige Lage - ruhiges Hotel?
 >> Keine Minderung bei Hinweis auf Fluglärm
 >> Verkehrslärm muß hingenommen werden
 >> Anspruch auf eigenen Hotelwechsel?

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Weitere Urteile

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*2* Das Thema des Monats

 >> Rechte des Reisenden bei Streik

Die Gewerkschaft hat es angekündigt: Der Luftverkehr soll
bestreikt werden. Für viele Reisende, die von einer Streik-
maßnahme betroffen sind, stellt sich die Frage, welche
Rechte ihnen zustehen.

Zunächst einmal wird die Fluggesellschaft in aller Regel
von sich aus bemüht sein, den Schaden so gering wie möglich
zu halten und Reisende, deren Flug nicht starten kann, auf
andere Flüge umzubuchen. Erleidet der Reisende durch hier-
durch entstehende Verspätungen Schäden, etwa weil ein
geplanter Geschäftstermin platzt, ist die Fluggesellschaft
allerdings nicht einstandspflichtig. Die gesetzliche Haftung
greift nämlich allenfalls dann, wenn die Fluggesellschaft
die Verspätung zu vertreten hat. Das allerdings ist nicht
der Fall, wenn die Verzögerung auf einen Streik des Personals
zurückzuführen ist. Gleiches gilt, wenn die Fluggesellschaft
wegen Streiks in Einzelfällen oder auch über einen längeren
Zeitraum überhaupt nicht in der Lage ist, gebuchte Flüge
durchzuführen. Auch hier ist ihr kein Verschulden
anzulasten, Schadenersatzansprüche bestehen nicht.

Wird allerdings der Flug nicht durchgeführt, hat der
Reisende zumindest einen Anspruch auf Rückerstattung des
gezahlten Reisepreises.

 >> Aktuelle Reisewarnungen

Zur Zeit warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die
folgenden Länder:

Afghanistan                             vom 30.09.2005
Kongo (Demokratische Republik Kongo)    vom 27.09.2005
Zentralafrikanische Republik            vom 21.09.2005
Haiti                                   vom 15.09.2005
Somalia                                 vom 01.09.2005
Irak                                    vom 29.07.2005

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:

 >> Allgemeines Lebensrisiko

 Online finden Sie viele weitere Beiträge.

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