[AnwaltOnline - Reiserecht September 2003]

Reiserecht

[AnwaltOnline - Reiserecht September 2003]

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* AnwaltOnline - Reiserecht                 September 2003 *
* von https://www.AnwaltOnline.org                          *
* ISSN: 1511-8975                                          *
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In dieser Ausgabe:

*1* Interessante Urteile & Neues

*2* Das Thema des Monats

*3* Mehr von AnwaltOnline

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

*5* Disclaimer

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*1* Interessante Urteile & Neues

 >> Durchfall – Reisemangel?

 Eine Diarrhö kann nicht ohne weiteres als Reisemangel
geltend gemacht werden. Der Nachweis mangelnder Verpflegung
und/oder Hygiene ist nicht dadurch erbracht, daß zahlreiche
andere Gäste gleiche Symptome aufwiesen.
Da eine etwaige mangelnde Einhaltung der Hygienevorschriften
vorliegend nich nachweisbar war, bestand kein Anspruch auf
Schadenersatz.

AG Hannover – Az: 502 C 171/02

 >> Wer nachts den Pool nutzt, handelt auf eigene Gefahr!

 Im vorliegenden Fall forderte ein Urlauber Schmerzensgeld
vom Reiseveranstalter, der im alkoholisiertem Zustand in den
lediglich 70 cm tiefen Kinderbereich eines Pools mit einem
Kopfsprung getaucht war. Hierbei hatte sich dieser verletzt.
Der Pool war erkennbar nicht zur Benutzung freigegeben, so
daß hier von einem überwiegenden Eigenverschulden auszugehen
ist. Die Forderung nach Schmerzensgeld wurde daher abge-
wiesen.
Das Gericht befand, das mangelnde Hinweise auf die Wasser-
tiefe und der Umstand, daß ein Hotelangestellter den Zugang
zum Pool ermöglicht hatte, zu vernachlässigen sind.

OLG Celle - Az: 11 W 37/02

 >> Floßfahrt nicht gefahrlos?

 Verletzt sich ein Teilnehmer einer Floßfahrt, so haftet der
Veranstalter.
Im vorliegenden Fall erhielt ein Teilnehmer EUR 4.600
Schmerzensgeld. Der Veranstalter hat grundsätzlich für eine
gefahrlose Fahrt zu sorgen, so daß es nicht ausreicht, wenn
generell auf mögliche Gefahren hingwiesen wird.
Der Teilnehmer war bei der Fahrt mit Kopf und Oberkörper
gegen die Unterseite einer Flußbrücke gedrückt worden.
Später wurden Brüche an Lenden- nd Halswirbeln sowie eine
gestauchte Wirbelsäule diagnostiziert. Während der Kläger
angab, er sei den Anweisungen gefolgt und hätte sich bei
der Durchfahrt nach vorne gebeugt, gab der Veranstalter an,
der Teilnehmer hätte sich unter der Brücke verbotener
Weise zu früh aufgerichtet.
Die Version der Klägers wurde als erwiesen angesehen. Es
wurde nicht für ein risikoloses Unterfahren gesorgt, obwohl
der Flußpegel am fraglichen Tage besonders hoch war.

LG Coburg – Az: 32 S 47/03

 >> Wenn in der Ferienanlage das Gepäck „untergeht“

 Bei einem Gepäckverlust während des hoteleigenen Trans-
portes von der Rezeption zum Zimmer einer Ferienanlage
haftet der Reiseveranstalter nicht.

LG Frankfurt/Main – Az: 2 /24 S 298/02

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:
 >> Behindertengerechte Unterbringung Vertragsinhalt?
 >> Flughafen verwechselt, wer zahlt?
 >> Grobe Fahrlässigkeit, wenn die Reiseschecks im Auto
    bleiben?
 >> Hotel nicht fertig?

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Weitere Urteile

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*2* Das Thema des Monats

 >> USA-Besuch: Auch für Babys und Kinder Europapass!

Es ist nochmals auf die verschärften Einreisebestimmungen in
die USA hinzuweisen. Ab dem 1. Oktober werden vorläufige
Reisepässe und Kinderausweise ebenso wie Einträge von
Kindern in die Papiere der Eltern nicht mehr für visafreie
Einreisen akzeptiert.
Es ist für jeden Touristen ein maschinenlesbarer sogenannter
Europapass notwendig. Dies gilt auch für Babys und Kinder.
Es ist daher dringend anzuraten, sich rechtzeitig um die
entsprechenden Papiere zu bemühen und ggf. die Botschaft der
USA in Berlin zu kontaktieren. Deren Webseite informiert
zudem über Sonderfälle, in denen ein Visum notwendig ist:
http://www.usembassy.de/travel/dindex.htm.

 >> Reiseabsage

Die Möglichkeit, die Reise abzusagen muss - abgesehen von
der Möglichkeit einer Absage wegen höherer Gewalt - im
Reisevertrag ausdrücklich und eindeutig vorgesehen sein
(§ 651a BGB). Dafür gelten aber folgende Voraussetzungen.

Eine Absage der Reise durch den Veranstalter ist nur dann
zulässig, wenn die Reise nicht durchgeführt werden kann,
weil eine im Reisevertrag vorausgesetzte Mindestteilnehmer-
zahl nicht erreicht wird.

Hat der Veranstalter einen Reiseprospekt herausgegeben, muss
darin auf  mögliche Absagen hingewiesen werden. Ansonsten
muss die Reisebestätigung den Hinweis enthalten. Dazu
gehören auch Angaben über eine etwaige Mindestteilnehmer-
zahl und den Zeitpunkt, bis zu dem eine Absage möglich ist.

Die Absageerklärung des Veranstalters muss dem Reisenden
unverzüglich zugehen, nachdem der Veranstalter von dem Grund
dafür Kenntnis erlangt hat. Eine Absageerklärung muss der
Reisende in jedem Fall innerhalb der im Reisevertrag ver-
einbarten Frist vor Antritt der Reise erhalten.

Bei einer Absage der Reise kann der Reisende vom Reisever-
anstalter verlangen, dass dieser ihm die Teilnahme an einer
anderen mindestens gleichwertigen Reise ermöglicht. Voraus-
setzung dafür ist allerdings, dass der Veranstalter in
seinem Angebot eine entsprechende Reise ohne Aufpreis führt.
Seinen Wunsch nach einer Ersatzreise muss der Reisende dem
Veranstalter gegenüber unverzüglich erklären, nachdem ihm
die Absage bekannt gegeben worden ist.

Bei einer unberechtigten Absage macht sich der Veranstalter
dem Reisenden gegenüber schadensersatzpflichtig (§ 651f
BGB). Bei einer berechtigten Absage erlöschen die gegen-
seitigen Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag; der
Reisende erhält eine etwaige Anzahlung zurück.

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:
 >> Center-Parcs als Anbieter von Reiseleistungen

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*3* Neues bei AnwaltOnline

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   des Arbeitsrechtes, des Betreuungsrechts und des
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   sich direkt von unseren Anwälten beraten zu lassen,
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Andreas Mandt, Dormagen

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