Verletzung des überholenden Reiters durch das Auskeilen des im Galopp überholten Pferdes

Pferderecht

Im vorliegenden Fall trat ein Pferd aus, als sich eine Reiterin auf einem Abreiteplatz in Galopp von hinten an dieses näherte und dieses hierbei erschreckte. Die Reiterin verletzte sich in der Folge. Strittig war die Schadensteilung.

Das OLG Koblenz sah hier eine hälftige Schadensteilung. Zwar hatte sich einerseits die Tiergefahr des Pferds des Beklagten mit der Haftungsfolge aus § 833 BGB verwirklicht. Andererseits war dieses tierische Verhalten gerade auch durch die schnelle Annäherung des Pferds der Reiterin im Galopp verursacht worden. Damit verwirklichte sich die Tiergefahr des von der Klägerin gerittenen Pferds ebenfalls. Die Reiterin hatte eine nicht unwesentliche Gefährdungsursache gesetzt. Dabei blieb nicht unberücksichtigt, dass sich beide Pferde entgegen der allgemeinen Gepflogenheiten im Reitsport auf falschen Wegen befanden. Diese von der Reiterin zu erkennende Abweichung hätten eine besondere Vorsicht und einen unfallverhinderten Abstand nach sich ziehen müssen.

OLG Koblenz, 07.01.2016 - Az: 1 U 422/15

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