Wenn die Eigentumswohnung eigentlich kleiner war ...

Mietrecht

Wird bei der Wohnflächenangabe vom Verkäufer einer Eigentumswohnung gemogelt und ist die tatsächliche Wohnfläche mehr als zehn Prozent kleiner als vertraglich vereinbart, so kann der Käufer einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen. Dies gilt auch dann, wenn im Kaufvertrag Ansprüche und Rechte des Käufers wegen Sachmängeln am Vertragsobjekt, insbesondere hinsichtlich der Wohnungsgröße, ausgeschlossen wurden. Bei der Wohnfläche handelt es sich um eines der zentralen Beschaffenheitsmerkmale einer Wohnung. Bei eine Wohnflächenabweichung von über 10 Prozent liegt ein Sachmangel vor, der zur Minderung berechtigt. Vorliegend betrug die Abweichung 14 qm - dies entsprach jedoch ca. 25% - die Minderung erfolgte entsprechend.

LG Nürnberg-Fürth - Az: 12 O 4999/09

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