Schimmelpilz - fristlose Kündigung?

Mietrecht

Die Frage, ob Schimmelpilz in Mieträumen die Gesundheit der Bewohner gefährdet, lässt sich nicht allgemein beantworten und kann in vielen Fällen nur durch ein medizinisches Sachverständigengutachten geklärt werden. Auch eine Einschränkung der Nutzungsmöglichkeit durch die Schimmelbildung war nicht festgestellt worden. Es stand somit im vorliegenden Fall nicht fest, dass die Schimmelbildung in höchstem Maße gesundheitsschädigend war, so dass den Mietern kein Recht zur fristlosen Kündigung zustand.

Die Folge: Die Mieter waren verpflichtet, die Miete weiter zu zahlen.

Anmerkung AnwaltOnline:

Statt sofort zu kündigen, wäre der Mangel besser zunächst angezeigt worden. Hierbei hätte der Mieter auch eine Minderung ankündigen können. Erst wenn der Vermieter untätig bleibt wären weitere Schritte wie z.B. ein Gutachten angezeigt gewesen.

OLG Düsseldorf, 06.06.2013 - Az: I-10 U 26/13

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