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Zwergenstreit

Mietrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Im vorliegenden Fall hatte ein Nachbar einen Gartenzwerg auf einer Tonne so gestellt, daß er besser zu sehen war und so positioniert, daß der Nachbar diesen beim Aus- dem- Haus- treten bemerken mußte. Der Zwerg streckte den Mittelfinger in die Richtung des Nachbarn und ließ seine Zunge aus dem linken Mundwinkel hängen, so daß sich der Nachbar beleidigt fühlte.
Daher sollte der Zwerg entfernt werden, ein eigens beauftragter Anwalt drohte mit Unterlassungsklage und Anzeige wegen Beleidigung. Daraufhin wickelte der Zwergenbesitzer Stoff um den Mittelfinger und verzierte den "Verband" mit einer Blume. Der Nachbar verklagte den Nachbarn dennoch auf Entfernung des Zwerges - jedoch erfolglos, da Stoff und Blume die Mißachtungsgeste beseitigen, so das Gericht. Allein das Wissen über die nun verborgene obszöne Geste beleidige den Nachbarn noch nicht.


AG Elze, 18.10.1999 - Az: 4 C 210/99


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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