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Lohnanspruch eines Ehepartners gegen den anderen

Familienrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Besteht zwischen Ehepartnern ein Arbeitsverhältnis, so besteht neben dem Unterhalts- auch ein Lohnanspruch.
Im vorliegenden Fall wurde der Zahlungsklage einer Frau gegen den getrennt lebenden Ehegatten stattgegeben.

Die Vertragsfreiheit gestattet auch Ehepartnern, Arbeitsverträge mit den üblichen Rechten und Pflichten miteinander abzuschließen. Erbringt der Ehepartner dann tatsächlich Arbeitsleistungen, entstehen Lohnansprüche.

Dies war vorliegend der Fall. Der Ehemann wies jedoch die Lohnforderung zurück. Das Arbeitsverhältnis hätte nur zum Schein bestanden. Darüber hinaus sei der Lebensunterhalt der Familie durch eine Barkasse bestritten worden.

Da die Ehefrau jedoch gearbeitet hatte, besteht nach Auffassung des Gerichts ein über den Unterhalt hinausgehender Lohnanspruch.

Diesr Anspruch ist nicht mit dem familienrechtlichen Unterhaltsanspruch vergleichbar und steht zur freien Verfügung der Ehefrau.


LAG Rheinland-Pfalz, 28.01.2002 - Az: 7 Sa 1390/01

ECLI:DE:LAGRLP:2002:0128.7SA1390.01.0A


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Dr. jur. Rochus Schmitz (Rechtsanwalt)

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