Hausfrau oder -mann und der Anspruch auf Taschengeld - gibt es das?

Familienrecht

Taschengeld ist der Betrag, mit dem der Empfänger seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen und über den er frei verfügen kann. Bei getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten stellt sich die Frage nach dem Taschengeld nicht, weil ein eventueller Unterhaltsanspruch den Gesamtbedarf des Unterhaltsberechtigten abdecken soll.

Bei intakter Ehe, die als sogenannte Hausfrauenehe - oder natürlich auch Hausmannsehe - praktiziert wird, also so, dass nur ein Ehepartner erwerbstätig ist und der andere den Haushalt führt, gibt es über den Taschengeldanspruch des einkommenslosen Ehegatten im allgemeinen auch nur dann Streit, wenn Gläubiger dieses Ehegatten auf den Taschengeldanspruch im Wege der Pfändung zugreifen wollen. Meist handelt es sich um Unterhaltsgläubiger.

Die typische Situation

Nach der Scheidung einer Ehe bleiben die Kinder beim Vater, der sie betreut. Die Mutter heiratet wieder. Aus dieser neuen Verbindung geht ein Kind hervor. Die Mutter kann deshalb nicht mehr, auch nicht in Teilzeit, erwerbstätig sein. Der zweite Ehemann verdient gut. Der erste Ehemann versucht, wenigstens einen Teil des für die Kinder benötigten Barunterhalts von der unterhaltspflichtigen Mutter zu bekommen.

Nach der Rechtsprechung hat die Mutter gegen ihren jetzigen Ehemann einen Taschengeldanspruch in Höhe von 5% - 7% des bereinigten Nettoeinkommens des Ehemannes. Unter dem bereinigten Nettoeinkommen versteht man das Nettoeinkommen, das nach Abzug berufsbedingter Aufwendungen (Werbungskosten), des Kindesunterhalts und der Bedienung "berücksichtigungsfähiger Schulden" übrig bleibt. Reicht das Einkommen nur für den notwendigen Familienunterhalt, entfällt der Taschengeldanspruch.

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Letzte Aktualisierung: 30.08.2018

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